Warum wir gerne an der SLUB arbeiten

Unser Team besteht aus etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unterschiedlichsten Disziplinen: einige von uns sind ausgelernte FaMIs, sprich Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, andere haben Bibliotheks- und Informationswissenschaften studiert, wieder andere Informatik, Geschichte, Ingenieurswissenschaften, Soziologie, Germanistik, Wirtschaftswissenschaften, Jura, Psychologie, Anglistik oder etwas ganz anderes. Manche haben eine handwerkliche Ausbildung oder eine im Verwaltungsbereich absolviert, manche haben in Kunst- oder Musikwissenschaften promoviert. Manche wussten schon immer, dass sie in einer Bibliothek arbeiten wollten, für andere war die Bibliothek zuerst ein Buch mit sieben Siegeln. Wir alle sind verbunden durch unsere Leidenschaft für Wissen!

Rebekka Kohlert

Restauratorin

»Weil ich hier die Quellen von Gestern für die Forschung von Morgen bewahre.«

Rebekka Kohlert, an der SLUB seit 1.7.1985

Innerhalb der vielfältigen Tätigkeitsfelder der SLUB ist es meine Aufgabe, beim Erhalt von wertvollen Unikaten mitzuwirken. Mich begeistert dabei besonders die Herausforderung der Restaurierung von Pergament: Es ist ein eigenwilliges und zugleich faszinierendes Material, auf das ich mich mit all meiner Fertigkeit und Geduld einlasse. Dabei sind handwerkliches Können und Erfahrung verbunden mit der Anwendung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse für mich grundlegende Voraussetzungen.

Konservierung und Restaurierung bedeutet innovatives Arbeiten an Vergangenem, um die Quellen für die Zukunft zu bewahren und für die Forschung zugänglich zu machen. Dieser Aufgabe stelle ich mich mit großer Leidenschaft!

Mein Lieblingsstück SLUB: Mein bisher anspruchsvollstes Restaurierungsobjekt war die „Corvine“, eine Pergamenthandschrift aus der Bibliothek des ungarischen Königs Matthias Corvinus vom Ende des 15. Jahrhunderts, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt.

Das kann man von Bibliothekar:innen lernen:

Ich habe tatsächlich in meinem Berufsalltag wenig mit Bibliothekar:innen zu tun, schätze sie aber als kompetente Ansprechspartner:innen.

Beatrycze Volk

Softwareentwicklerin

»Weil ich hier die Digitalisierung von Wissen und Kunst mitgestalte«

Beatrycze Volk, an der SLUB seit 1.10.2016

In meiner Familie waren Geschichte und Kultur ganz wichtig. Als ich 3 Jahre alt war, habe ich lesen gelernt und seitdem liebe ich es zu tun. Aus diesem Grund habe ich ziemlich viel Zeit in  Bibliotheken verbracht. In der Grundschule war ich sogar die Assistentin in unserer Schulbibliothek.

Über das Erasmus-Programm wurde mir das Studium in Dresden ermöglicht. Ich habe hier Informatik studiert. Während meiner Studienzeit führte mich mein Weg schon früh in die SLUB, welche mich sofort als moderne Bibliothek ansprach und faszinierte. Dazu dieser große Leseraum, der wie eine große Halle von Hogwarts aussieht! Als ich dieses Stellenangebot gesehen habe, habe ich gedacht, dass es eine gute Möglichkeit ist, beide Bereiche miteinander zu verbinden: meine Liebe zu Büchern und meinen Beruf als Softwareentwicklerin.

Mein Lieblingsstück SLUB: Hogwarts Leseraum

Das kann man von Bibliothekar:innen lernen:

Geduld und Multidisziplinarität – vorher wusste ich gar nicht, dass eine Bibliothek noch andere Aufgaben hat, als (nur) Bücher auszuleihen (z.B. Digitalisierung).

Roland Meissner

Leiter des Referats Medienservices, Teil der Abteilung 4 – Benutzung und Information

»Bei aller Digitalität steht das gedruckte Buch in Fokus.«

Roland Meissner, an der SLUB seit 1.9.2005

Den Kern der Aufgaben im Referat Medienservices bildet die Arbeit mit dem physischen, also dem gedruckten Bestand der SLUB. Als Leiter des Referats verstehe ich mich als einen der ersten Lobbyisten dieser Medien und der Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen. Die SLUB verfügt über einen außerordentlich großen Bestand, der von der Bibliotheks-Community ausgiebig genutzt wird. Mein Team und ich sorgen mit verschiedenen Services für eine tragfähige Logistik, damit Literatur-Wünsche zeitnah erfüllt werden. Des Weiteren zeichnen wir für die Pflege, die korrekte Aufstellung sowie die Planung von Bestandsbewegungen innerhalb der Regal-Systeme verantwortlich.

Mein Lieblingsstück SLUB: Maya-Codex und Buchförderanlage

Das kann man von Bibliothekar:innen lernen:

Hier könnte ich nun klassische Attribute wie Ordnungsliebe, Korrektheit, Sorgfalt oder in manchen Fällen eine gewisse Schrulligkeit anführen, die man gemeinhin für Bibliothekarinnen und Bibliothekare verwendet. Dabei sind wir so viel mehr. Wir sind:

  • kreative Köpfe, die trotz eng gesteckten Rahmenbedingungen und geringen finanziellen Mitteln wundervolle Projekte entstehen lassen.
  • vertrauensvolle Menschen, die empathisch für jede und jeden da sind. In Bibliotheken sind alle Menschen gleich und gern gesehen.
  • Wegbereiterinnen und Wegbereiter in einer immer größer werdenden Informationslandschaft, die ohne kommerzielle Interessen den Menschen helfen, um ihre offenen Fragen beantworten zu können.
  • ein Anker der Beständigkeit, der sich immer wieder neu erfinden muss. Neue Medien, Projekte und Themen halten in Bibliotheken immer wieder Einzug. Die Institution Bibliothek bleibt aber ein verlässlicher Ort für alle Menschen, der Verbindlichkeit und Vertrautheit bietet.
  • Türöffner für die Kleinsten unserer Gesellschaft. Bibliotheken sorgen dafür, dass Kinder mit Lesen, Literatur und einer gewissen Art von Verantwortung (Stichwort Einhalten von Leihfristen) in Berührung kommen.
  • Bewahrer von historischem Wissen. Bibliotheken schlagen die Brücke zur Vergangenheit, indem sie historische Quellen aufbewahren, inhaltlich auswerten und für Lehre und Wissenschaft nutzbar machen.
  • Teil einer pluralistischen Wertegemeinschaft, in der Werte wie Demokratie, Teilhabe, Fairness und Toleranz eine zentrale Bedeutung einnehmen.