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Forschungsdaten veröffentlichen

Als Forschende sind Sie mit der Frage konfrontiert, wie Sie Ihre Forschungsdaten archivieren, so dass diese später wieder auffindbar und verwendbar sind - sei es für rein interne Zwecke, für eine Nachprüfung oder auch zur Weitergabe an andere Forschende.

Bei allen damit verbundenen Fragen unterstützen wir Sie gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen an der TU im Rahmen der Kontaktstelle Forschungsdaten (siehe Box mit Kontaktdetails). Dabei sind insbesondere folgende Aspekte relevant:

1. Planen

In aller Regel werden von den Forschungsförderern bereits mit dem Projektantrag Angaben zum geplanten Datenmanagement erwartet. Diese Datenmanagementplanung sollte auch erste Aussagen zur Datenarchivierung und einer damit verbundenen möglichen Veröffentlichung der Daten beinhalten.

Ob Sie die archivierten Daten öffentlich zugänglich machen oder nicht, ist häufig noch Ihrer Entscheidung überlassen. Daten-Archivierungssysteme (sog. Repositorien) bieten in der Regel die Möglichkeit, zwischen reiner Archivierung und Archivierung+Publikation zu wählen. 

Wir beobachten, dass eine Datenveröffentlichung von den Forschungsförderern zunehmend erwartet wird. Es ist daher hilfreich, sich frühzeitig mit den jeweiligen Richtlinien des Förderers, der Ausschreibung oder auch des Fachgebiets vertraut zu machen.

Damit Sie mit all diesen Punkten nicht alleine gelassen sind, unterstützen wir Sie an der Kontaktstelle Forschungsdaten mit folgenden Services:

2. Entscheiden

Unsere Erfahrung aus Dutzenden von Beratungsmandaten zeigt, dass möglichst frühzeitig relevante Entscheidungen getroffen werden sollten:

  • Welche Daten sind archivwürdig? (Und welche nicht?)
  • Wer könnte an den Daten später ein Interesse haben? (Und wofür?)
  • Soll (ein Teil der) Daten öffentlich zugänglich werden?

Für die Beschäftigung mit diesen Fragen hilft es, sich über Ihre Werte und Ziele (sowie auch die relevanten Richtlinien, vgl. 1.) bewusst zu werden:

  • Wollen wir - oder andere - bestehende Daten ggf. in einem Folgeprojekt nachnutzen können?
  • Was braucht es, damit wir im Sinne guter wissenschaftlichen Praxis handeln und unsere Forschung nachprüfbar machen? (vgl. Wissenschaftliche Integrität und gute wissenschaftliche Praxis - Kodex der DFG)
  • Welche Vorteile haben wir von einer adäquaten Archivierung und ggf. Publikation der Daten? (z.B. Reputation)?
  • Welche Nachteile könnten entstehen und wie können wir diese vermeiden? (z.B. Embargofristen, Wahl einer geeigneten Lizenz)

Idealerweise beschäftigten Sie sich mit diesen Fragen bereits zu Projektbeginn und überprüfen die Entscheidungen immer wieder im Projektverlauf (iterativer Prozess). Mit fortschreitendem Verlauf des Projekts gilt es, die getroffenen Entscheidungen zu konkretisieren und umzusetzen:

3. Aufbereiten

Das Aufbereiten der Daten umfasst die Auswahl, die Bereinigung und die Dokumentation der Daten. Hierzu können Sie sich an Richtlinien der Forschungsförderer (vgl. 1.) und Best-Practices orientieren. Da dieses Thema vielschichtig ist und sich auch konzeptuelle und technische Fragen stellen können, bieten wir Ihnen hierzu die Möglichkeit, sich im Rahmen einer individuellen Beratung von uns unterstützen zu lassen: 

4. Veröffentlichen

Für das Archivieren und die damit verbundenen Option auf Veröffentlichung Ihrer Daten bestehen folgende Möglichkeiten:

Archive und Repositorien

  • fachübergreifendes Datenrepositorium der TU Dresden: OpARA (sowohl als reines Archiv möglich, als auch für eine Veröffentlichung)
  • fachübergreifende, überregionale Datenrepositorien: z.B. Zenodo oder Dryad
  • fachspezifische Datenrepositorien: hierzu lohnt eine individuelle Recherche z.B. bei Re3Data, über den HTW Repositorien Recommender oder das Portal RIsources der DFG.

Neben der Ablage als Datenpaket in dezidierten Archiven wollen Sie Ihre Daten vielleicht auch leicht zugänglich präsentieren bzw. unmittelbar nachnutzbar und erweiterbar machen:

  • z.B. für die Öffentlichkeit
  • z.B. für Citizen Scientists, Crowd Sourcing
  • z.B. für Programmierende, Bloggende

Hierzu bieten sich webbasierte Datenbanken an, beispielsweise auf Basis von Linked Open Data (Wikidata, Wikibase) oder in Form von fachspezifischen Portalen.

5. Bekannt machen

Schließlich stellt sich die Frage, wie andere Forschende von Ihren Daten erfahren können. Dies umfasst beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Zitierung und Verlinkung bei zugehörigen Artikeln (die meisten Datenrepositorien bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Datensätze mittels einer DOI eindeutig zu identifizieren und zu verlinken)
  • Veröffentlichung in einem Data Journal, z.B. Data in Brief
  • Verlinkung in Forschungsinformationssystemen wie dem FIS der TU Dresden oder anderen fachspezifischen Portalen
  • Öffentlichkeitsarbeit (Social Media, etc.)

Gerne unterstützen wir Sie hierbei.