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Stimmbuch 6 einer frühen Sammelhandschrift aus Grimmanach oben

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Stimmbuch 6 einer frühen Sammelhandschrift aus Grimma

Titel: [Druck und handschriftliche Ergänzung von Motetten des 16. Jahrhunderts, ca. 1575] Mus.Gri.9 Vox VI.

Die Music ist ein' himmlisch Kunst
Sie offenbart des Geistes Brunst
Kein Kunst auf Erd wird ihr vergleicht
Aus Gottes Reich sie nimmer weicht

Die rasche Verbreitung ihrer Ideen verdankt die lutherische Lehre nicht zuletzt der Musik und ihrer unmittelbaren Sinnlichkeit. Musik gehörte zu Liturgie und Gottesdienst ebenso wie in den häuslichen Rahmen und vor allem (und durch die Reformatoren mit Nachdruck vorangetrieben) in die Schule, wo sie fester Bestandteil des curriculums, der pädagogischen Methoden sowie des all- und festtäglichen Lebens war.

Aus den sächsischen Landesschulen sind große Sammlungen mit evangelischer Kirchenmusik aus fast fünf Jahrhunderten überliefert, eine der umfangreichsten Kollektionen stammt aus der Fürsten- und Landesschule Grimma. Unmittelbar nach der Schulgründung 1550 wurde dort mit dem Aufbau der Notenbibliothek begonnen. Drucke mit einem gemischten franko-flämischen, vorreformatorischen, und lutherisch geprägten Repertoire – meist in Stimmbüchern – bildeten den Grundstock, der in den folgenden Jahrzehnten um etliche Zukäufe und Abschriften stets erweitert wurde. Nicht nur unikal überlieferte Werke sind mit den Grimmaer Musikalien erhalten geblieben, sondern auch ein besonders eindrucksvoller und reichhaltiger Spiegel schulischer Musizierpraxis.

Der Band Mus.Gri.9 / VI. Vox – die sechste Stimme eines Sammelbandes mit Drucken vier- bis sechsstimmiger Kompositionen und einer handschriftlichen Ergänzung durch den ersten Grimmaer Kantor Johann Reinmann – gehört zu den Musikalien, deren Erhalt durch Wasserschäden und Tintenfraß stark gefährdet ist. Seine fünf Geschwister – dieselben Motetten für die Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass- und die fünfte Stimme – sind zwar durch ein weniger starkes Schadensbild bzw. eine schon erfolgte restauratorische Pflege einsehbar, aber durch die fehlende sechste Stimme für Forschung und Musikpraxis nicht sinnvoll verwendbar. Die Restaurierung der sechsten Stimme vervollständigt die in den Stimmbüchern enthaltene Musik als besonderes Beispiel für die frühe Grimmaer Musikpflege wieder.

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