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Der Traum vom Danebrog

Ein trügerischer Erfolg: Zinzendorf wird mit der Verleihung eines dänischen Ordens geehrt. Dies war die Folge intensiver Bemühungen Zinzendorfs bei seinen weitläufig Verwandten. Mehrere Schriften widmete er Angehörigen des Königshauses. Nach seinem Eintritt in den geistlichen Stand bot Zinzendorf am 1. Januar 1736 dem König die Rückgabe des Ordens an, auf die er einging. Am dänischen Hofe waren inzwischen längst die Gegner Zinzendorfs Ton angebend. Zinzendorfs weitergehende Pläne in Dänemark scheiterten, doch die noch junge Missionsarbeit in Dänisch Westindien und Grönland (sowie an der Goldküste) konnte fortgesetzt werden. Neue Missionen entstanden dann im niederländischen Einflussgebiet (Südafrika, Suriname) und in englischen Kolonien. Für Zinzendorf folgte 1737 nach der Verbannung aus Sachsen die »Pilgerschaft«, eine mehr oder weniger stetige Wanderschaft, die ihn durch viele Länder Europas und auch zweimal über den Ozean führte.

Zinzendorf vermochte seine Stellung als Reichsgraf für die Interessen der Brüdergemeine einzusetzen, gleichzeitig aber die Bedeutung der gesellschaftlichen Standesunterschiede innerhalb der Gemeine zu minimieren, was sich äußerlich auch in seiner schlichten Kleidung und der zweitweise üblichen Anrede als »Bruder Ludwig« zeigte.


König Christian VI. von Dänemark.
Kupferstich, undatiert. P XVIII.F.4

 

 

 

 

 

 

 

 


König Christian VI. von Dänemark verleiht Zinzendorf den Danebrog-Orden. Frederiksborg,
5. Juni 1731.
Tinte auf Pergament.
M 32

 

 

 


Stern, der auf der Kleidung getragen wurde.
Silberlitze.
M 31


 

 

 

 

 

 



König Christian VI. von Dänemark an Ludwig von Zinzendorf. Frederiksborg,
30. Januar 1736.

Ausfertigung und Couvert.
R 20.A.17.c.90