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Spitzenmode aus dem Vogtland: Plauen

Als Dachmarke ist „Plauener Spitze“ ein weithin bekanntes Gütesiegel für Stickereierzeugnisse. Mit dem Ausbau der Spitzenfabrikation wuchs die Stadt im Vogtland im 19. Jahrhundert zur Großstadt heran. Kein Wunder also, dass auch die höhere technische Bildung hier auf den Textilsektor fokussiert war. Die 1877 gegründete Kunstgewerbliche Fachzeichenschule wurde 1891 zur Königlichen Industrieschule. In der Folge drückte sich der Textilschwerpunkt stärker in den offiziellen Bezeichnungen aus: 1903 Königlich-Sächsische Kunstschule für Textilindustrie, 1918 Staatliche Kunstschule für Textilindustrie, 1933/34 Staatliche Kunst- und Fachschule für Textilindustrie, 1942 Staatliche Meisterschule für Textilindustrie. 1945 wurden die Lehrgebäude zerstört, die Einrichtung in der DDR nicht fortgeführt. Im Kontext der Berufsakademie Sachsen hat sich heute zwar wieder ein Bildungsstandort etabliert. Eine Kontinuität zur Textiltradition besteht dabei aber nicht mehr.