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Maschinenbau im „sächsischen Manchester“: Chemnitz

Bürgerschaftliche Initiativen stehen am Anfang der technischen Bildung in der Stadt: ein Handwerkerverein gründete 1829 eine Sonntagsschule, die Gewerbeschule von 1836 beruhte u. a. auf Überlegungen des Industrievereins für das Königreich Sachsen. Die Vielfalt der Einrichtungen spiegelt die Bedeutung der Industrialisierung für den Aufstieg der Stadt im 19. Jahrhundert wider: Fabrikzeichenschule, Baugewerkenschule und Werkmeisterschule wurden an die (Höhere) Gewerbeschule angeschlossen. Die Bemühungen um eine Statusänderung zur Polytechnischen Schule scheiterten u. a. am Widerstand aus Dresden. Doch mit dem weiteren Ausbau des Maschinenbaus, besonders des Textilmaschinenbaus in Chemnitz wuchsen auch die Bildungseinrichtungen, zunächst als Technische Staatslehranstalten, dann ab 1929 als Staatliche Akademie für Technik. Über mehrere Zwischenschritte –seit den 1870er Jahren in zentraler Lage am Schillerplatz – wurde 1953 die Hochschule für Maschinenbau Karl-Marx-Stadt gegründet. Nun führten auch die fortgesetzten Bemühungen um Statuserhöhung zum Erfolg: 1963 wurde die Einrichtung zur Technischen Hochschule, 1986 zur Technischen Universität.