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Die „Schule des Elektrotechnikers“ in Mittelsachsen: Mittweida

Eine Privatinitiative steht am Beginn der höheren technischen Bildung im mittelsächsischen Mittweida. Aus einer Vortragsreihe zum Bau und Betrieb von Dampfmaschinen heraus verfolgte der Ingenieur Wilhelm Heinrich Uhland (1840–1907) sein Konzept einer privaten technischen Lehranstalt, mit Unterstützung der örtlichen Gewerbetreibenden. 1865 begründet, wurde sie ab 1867 von Carl Georg Weitzel (1843–1927) weitergeführt. Einen wichtigen Schwerpunkt bildete ab den 1880er Jahren das Fach Elektrotechnik, mit der Einrichtung mehrerer Laboratorien und speziell ausgestatteter Hörsäle, später eines eigenen Institutsgebäudes. Aus dem praktischen Unterricht heraus erarbeiteten die Lehrenden der Einrichtung breit rezipierte Lehrbuchreihen: die „Schule des Maschinentechnikers“ und, natürlich, die „Schule des Elektrotechnikers“. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Einrichtung als Ingenieur-, später (1969) Ingenieurhochschule und schließlich als Fachschule zur heutigen Hochschule Mittweida weiter. Mit ihrem Standort in Roßwein führte die Hochschule auch die Tradition der ehemals dort ansässigen, auf das Jahr 1894 zurückgehenden Ingenieurschule für Schwermaschinenbau fort.