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Berufsbilder im Wandel: der Ingenieur

Gegenüber den traditionellen universitären Eliten weist der Beruf „des“ Ingenieurs als eines über wissenschaftliches technisches Wissen verfügenden Experten eine große Heterogenität auf. Unterschiedliche Ausbildungsinstitutionen und Teilarbeitsmärkte, divergierende ideologische Orientierungen sowie eine große Bandbreite in der sozialen Stellung bestimmten die Berufsbilder seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert, teilweise bis heute. Angestellte finden wir ebenso wie Unternehmer oder Selbstständige ohne eigene Firma. Vor allem in der Herausbildung der Berufsgruppe spielte der Staat eine herausragende Rolle als Ausbildungs- und Anstellungsträger: Das Ingenieursstudium diente zunächst eher den Erfordernissen des öffentlichen Dienstes als denen von Wirtschaft und Industrie. Im Zusammenhang mit dem Aufstieg der Naturwissenschaften und dem technischen Fortschrittsparadigma der Industrialisierung wurde der Ingenieurberuf zu einer Leitfigur der Moderne.