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Grenzenloses Sammeln. Raritäten aus fernen Ländern

Fremde Kulturen übten auf die Menschen in Europa schon immer eine große Faszination aus. Sobald ein neues Land oder gar ein neuer Kontinent entdeckt und erobert wurde, begann man Artefakte und Naturalien von dort in die eigene Heimat mitzunehmen, um sie in Kunst- und Wunderkammern, Kuriositäten- und Naturalienkabinetten, Archiven, Museen und Bibliotheken zu sammeln und zu bewahren.

So gelangten auch in die 1556 gegründete Kurfürstliche Bibliothek in Dresden, aus der die heutige SLUB hervorging, Schriftzeugnisse, deren Ursprung von Mittelamerika bis Ostasien und von Skandinavien bis Nordafrika reicht und deren ältestes über 4000 Jahre alt ist. Außerdem sind im Bestand der SLUB zahlreiche Reiseberichte, Beschreibungen, Abhandlungen und Tafelwerke vorhanden, in denen Erlebnisse, Eindrücke, Forschungen und Bilder festgehalten wurden.

In der Ausstellung werden einige der seltensten und wertvollsten Objekte gezeigt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte richtete sich das Interesse der Kuratoren besonders auf die Herkunft der Exponate. Die Provenienz der Objekte wurde so weit wie möglich ermittelt und beschrieben.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung: 15.5., 12.6., 10.7., 7.8., jeweils 17 Uhr

Descrittione Universale Della Terra Con L’Uso Del Navigare, Novam[ent]e Accresciuta

Amadio D’Fries sculpsit. – Venetia: Stefano Scolari, 1662.

Kupferstich, Signatur: A109 (Reproduktion), digitalisierte Karte

Während die Umrisse Europas und Afrikas auf dieser Weltkarte im Maßstab von 1:24 000 000 recht genau erfasst sind, werden Amerika, Asien und Australien mit dem Kenntnisstand um die Mitte des 17. Jahrhunderts wiedergegeben. Der noch weitgehend unbekannte nordamerikanische Kontinent ist in der Längenausdehnung, auf Kosten des Pazifiks, etwa doppelt so groß abgebildet, während Südamerika sehr verzerrt dargestellt ist. Die geographische Form Japans ist kaum wiederzuerkennen. In die Weltmeere sind, wie bei Seekarten üblich, Windrosen mit einem Netz aus Rumbenlinien eingetragen.

Abgekürzt zitierte Quellen:

Ebert (1822) Friedrich Adolf Ebert: Geschichte und Beschreibung der königlichen öffentlichen Bibliothek zu Dresden. - Leipzig: Brockhaus, 1822. - S. 53.
Fleischer (1831)
Heinrich Leberecht Fleischer: Catalogus codicum manuscriptorum orientalium Bibliothecae Regiae Dresdensis, Lipsiae 1831.
Falkenstein (1839)
Karl Falkenstein: Beschreibung der Königlichen Öffentlichen Bibliothek zu Dresden. – Dresden: Walther, 1839. – S. 271, 463, 464.
Klemm (1860/62)
Gustav Klemm: Dresdner Festlichkeiten im Jahr 1609 (Schluß). – In: Sachsengrün. – Dresden 1(1860/62) S. 247
Deckert (1962)
Helmut Deckert: Maya Handschrift der Sächsischen Landesbibliothek Dresden Codex Dresdensis : Geschichte und Bibliographie. - Berlin: Akademie-Verlag, 1962. – S. 22

 


Kuratoren
Dr. Thomas Haffner und Katrin Nitzschke – SLUB
unter Mitwirkung von Dominik Stoltz – SLUB

Gestaltungskonzeption
Antje Werner

Onlinekatalog, redaktionelle Mitarbeit
Jens Bemme – SLUB

Restaurierung, Einrichtung
Abteilung Bestandserhaltung – SLUB

Reproduktionen
Abteilung Deutsche Fotothek – SLUB

3D-Digitalisierung
Landesamt für Archäologie Sachsen

3D-Ausdrucke
Makerspace – SLUB