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Reiseland Italien im 20. Jahrhundert

Erinnerung an Sizilien

Theodor Däubler: Hesperien.
München, Berlin: Georg Müller, 1915.
SLUB: 2016 8 027434
Foto: SLUB/Deutsche Fotothek

In Triest geboren und lange in Italien lebend, blieb der Dichter Theodor Däubler (1876–1934) diesem Land eng verbunden. Zusammen mit dem Dresdner Mühlenbesitzer Erwin Bienert (1859–1930) und dessen Frau Ida (1870–1966) – beide waren über Jahrzehnte hinweg Freunde und Mäzene des Dichters – reiste er oft nach Italien. Die vorliegende Widmung für Erwin bezieht sich auf den gemeinsamen Aufenthalt in Segesta, einer antiken Stadt im Norden Siziliens, die durch ihren unvollendeten dorischen Tempel bekannt geworden ist. Dieser Band wurde 2016 an die Familie Bienert restituiert und anschließend durch die SLUB wieder angekauft.

Victor Klemperer in Neapel

Victor Klemperer: Curriculum vitae.
2. Kapitel: Das Lektorat: Abschnitt I: Neapel im Frieden.
Typoskript mit handschriftlichen Ergänzungen, um 1935.
SLUB: Mscr.Dresd.App.2003,Nr.117,T.2

Auf Vorschlag seines Lehrers Karl Vossler, bei dem er als Romanist habilitierte, übernahm Victor Klemperer (1881–1960) 1914 für zwei Jahre eine Tätigkeit an der Universität Neapel. Für ihn war dieser biographische Abschnitt eine „Hochzeit mit dem Leben“. Klemperer, der Jahrzehnte lang Tagebuch führte, benutzte diese Unterlagen, um in den 1930er Jahren sein „Curriculum vitae“ zu schreiben, das die Jahre 1881 bis 1918 umfasst und erst 1989 im Druck erschien. Sein Nachlass, darunter die Tagebücher, befindet sich in der SLUB.

Der Hafen von Neapel

Abfahrtstelle der HAPAG im Hafen von Neapel.
Fotografie von Oswald Lübeck, 1911/13.
Reproduktion: SLUB/Deutsche Fotothek



Die Anfänge des alten Hafens von Neapel am gleichnamigen Golf lassen sich bis in das 8. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen. Die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG) gehörte seit dem 19. Jahrhundert zu den Schifffahrtsunternehmen, die Touristen nach Neapel brachten. Der Fotograf Oswald Lübeck (1883–1935) begleitete HAPAG-Schiffe auf ihren Routen und gilt heute als einer der ersten Bordfotografen.

Venedig im Skizzenbuch

Prinzessin Mathilde, Herzogin zu Sachsen:
Skizzenbuch, 1885–1903.
SLUB: Mscr.Dresd.App.1999,Bd.7
Foto: SLUB/Deutsche Fotothek

Mathilde (1863–1933), Tochter von König Georg und ältere Schwester des letzten sächsischen Königs Friedrich August III., erhielt 1890 bis 1901 Malunterricht beim Dresdner Künstler Alfred Diethe, der sich zuvor mit einem Stipendium zwei Jahre in Italien aufgehalten hatte. Mathilde besuchte 1903 auf ihrer Italienreise neben Turin auch Venedig und hielt diese Städte in ihren Skizzenbüchern fest. Die aufgeschlagene Abbildung zeigt die Kirche Santa Maria della Salute in der Lagunenstadt, wo sie vom 24. bis 26. April 1903 haltmachte.

Erinnerungsfotos von Venedig

Karl Ullrich: Fotoalbum einer Italienreise von Venedig bis Neapel. 1912.
SLUB: 2017.C.77
Foto: SLUB/Deutsche Fotothek



Bei dem Fotografen könnte es sich um Carl Gustav Wilhelm Ullrich handeln, der 1907 in Dresden ein Fotoatelier eröffnete und dies bis etwa 1952 führte. Er besuchte neben Rom, Neapel, Pompeji auch Venedig und Florenz. Musste man sich bis zur Erfindung der Fotografie mit Skizzen begnügen, um das Gesehene optisch festzuhalten, konnten die Reisenden, soweit sie über die entsprechenden Kenntnisse und Apparate verfügten, nun mit selbst aufgenommenen Fotografien die eigenen Erlebnisse dokumentieren.