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800 Jahre Kreuzchor?

Ein Jubiläum zu begehen heißt: Seht her, das sind wir und von dort kommen wir! Es heißt Bekräftigung, Korrektur und Neuerzählung von Geschichte und Geschichten.

Der Kreuzchor - und mit ihm Kreuzschule und Kreuzkirche - begeht in diesem Jahr sein 800-jähriges Jubiläum. Dies ist Anlass, die Narrative der drei Institutionen in ihrer Beziehung zur Stadt Dresden und darüber hinaus zu reflektieren.

Seien Sie eingeladen, sich in dieser Ausstellung dem Kreuzchor in ausgewählten Facetten fragend zu nähern: Sie widmet sich den historischen Rahmenbedingungen der ältesten Musikinstitution Dresdens und thematisiert dabei die stabilisierende Funktion der konfessionellen Bindung. Sie fragt nach der Verortung des Chores in der Kreuzkirche, in der Stadt Dresden und seit dem 20. Jahrhundert in der Welt. Unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von musikalischem und allgemeinbildendem Anspruch zwischen Schule, Kirche und Konzert werden verschiedene Aufgaben der Kreuzkantoren vorgestellt und Funktionen sowie Wertvorstellungen des Chores im Spannungsfeld von höfischen und bürgerlichen, staatlichen und kirchlichen Strukturen angedeutet. Schließlich beleuchtet die Ausstellung die wechselseitige Prägung von Stadt- und Chorgeschichte, von Stadt- und Chor-Bildern, sowie die daraus erwachsene spezifische Erinnerungskultur der Stadt und des Chores.

Sechs Themenfelder widmen sich einzelnen Aspekten der Chorgeschichte: Fragen nach den Anfängen, der Auswirkung der Reformation, die Verortung des Chores, nach Aufgaben und Rollen der Kantoren, nach dem Verhätlnis vom Kreuzchor und der Welt und schließlich nach der identitässtiftenden Funktion von Jubiläen werfen Schlaglichter auf die Chorgeschichte, die manches erhellen, manches in neue Kontexte stellen, vor allem aber zum Gespräch über offene Punkte und Thesen anregen sollen. Linkerhand führen einleitende Texte und beispielhafte Abbildungen in den jeweiligen Bereich ein.

Das Jubiläum der für die Identität Dresdens wichtigen Musikinstitution bietet so Gelegenheit, den Diskurs über Funktionen von Geschichtsbildern mit der Reflektion über das Selbstverständnis von Kreuzchor, Kreuzschule und Kreuzkirche sowie nicht zuletzt der Stadt und ihrer Bewohner zu verknüpfen.

Bitte bingen auch Sie Ihre Fragen ein – zum Beispiel mit einem Kommentar im SLUBlog.

Ihre Fragen zum Kreuzchornach oben

Der Kreuzchor heute – Verweltlichung oder Öffnung?

Der Kreuzchor – Institution der Stadt oder der Kirche?

Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Schule und Chor / Chor und Schule?

Bekennt sich der Chor zu allen seinen Kantoren oder nur zu einigen? Trifft jede Zeit ihre eigene Auswahl?

Wie geht man altersgerecht damit um, dass Kinder als Leistungsträger in einer (auch) ökonomisch motivierten Umgebung agieren?

Eindrücke von der Eröffnungnach oben

 

Gezeigt werden Bestände der SLUB Dresden und einige Leihgaben aus dem Stadtarchiv Dresden, dem Kreuzschularchiv sowie den Städtischen Bibliotheken Leipzig, Musikbibliothek.

Wir danken für die Unterstützung!