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Lesung mit Musik: Max Mannheimer "Spätes Tagebuch"

Öffentliche Veranstaltungen Lesung Musik / Konzerte
Di, 17.03.2020 19:00 Uhr - 20:30 Uhr, Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Öffentlichkeitsarbeit

Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah.
Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.

Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle überlebt. Mannheimer sprach lange nicht über das, was er erlebt hatte. Erst, als er irrtümlich seinen Tod nahe glaubte, entschloss er sich, für die Nachgeborenen das Erlittene festzuhalten.

Max Mannheimer war bis zu seinem Tode im September 2016 unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau. In zahllosen Veranstaltungen, vor allem auch in Schulen, leistete er die schmerzlichste Arbeit der Erinnerung. Sein Spätes Tagebuch ist ein großes menschliches Dokument.

Michael Stacheder, Initiator und Organisator der Max-Mannheimer-Kulturtage in Bad Aibling, liest und erzählt, die Musik des Duo Leggieramente unterstreicht.

Max Mannheimer (1920-2016) Foto: Eva Faessler, Privatbesitz