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Gerd Krumeich: "Die unbewältigte Niederlage und der große Hass. Deutschland nach 1918"

Öffentliche Veranstaltungen Vorträge / Präsentationen
Mo, 27.01.2020 18:30 Uhr - 20:30 Uhr, Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Öffentlichkeitsarbeit

Der Historiker Gerd Krumeich hat sich über viele Jahre mit der Geschichte des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik befasst. In seinem Vortrag wird er zeigen, wie unerwartet und unerklärlich der von den Militärs so plötzlich geforderte Waffenstillstand im Jahr 1918 für viele Menschen kam.

Auf das Einstellen der Kämpfe folgten eine Empörungswelle und Initiativen für eine Re-Mobilisierung, die dann wiederum Auslöser der „Revolution der Soldaten“ (Walther Rathenau) war. Die Unerklärbarkeit der Niederlage verhinderte in gewisser Weise eine angemessene Auseinandersetzung mit den Ursachen des Krieges.

Es wird erklärt, wie sich der Dolchstoß-Topos zu dem wichtigsten Instrument der Rechten im Kampf gegen die verhasste Republik entwickelte, wie sich gesellschaftliche Polarisierungen verschärften und wie der Ausgang des Krieges längerfristig die politischen Diskurse der Weimarer Republik beeinflusste.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Institut für Geschichte der TU Dresden.

Plakat Vortrag Gerd Krumeich: Die unbewältigte Niederlage und der große Hass