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Spione (1928) - Stummfilm von Fritz Lang mit Live-Vertonung

Öffentliche Veranstaltungen Film
Mi, 04.03.2020 19:00 Uhr - 21:00 Uhr, Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Öffentlichkeitsarbeit

 Spione

(Deutschland (1928), 145 min., Regie: Fritz Lang)

© Nr. 326, Unbekannter Fotograf,  Ross"-Verlag, 1935, Deutsche Fotothek

Düstere Machenschaften, zwielichtige Gestalten und unvorhersehbare Verstrickungen – was braucht ein Spionagefilm mehr? Eine herausragende Regie. In seinem späten Stummfilm »Spione« weiß Fritz Lang, all diese Elemente gekonnt zu einem Kinohit werden zu lassen. Die Geschichte des Klassikers von 1928 erzählt von dem Bankdirektor Haghi, der hinter der Fassade seines Geldinstituts ein doppeltes Spiel spielt. Als Kopf einer kriminellen Spionagezentrale gehören Erpressung, Raub oder gar Mord zu seinen alltäglichen Geschäften. Nun ist es an dem Leiter des Geheimdienstes, Haghi und seinen Aktivitäten den Garaus zu machen. Dafür setzt dieser seinen jungen Mitarbeiter Nr. 326 ein. Der Bankdirektor bekommt Wind von der Sache und beauftragt seinerseits die Russin Sonja, Nr. 326 zu eliminieren.

Fritz Lang gilt als einer der prägendsten Regisseure seiner Zeit – und ein Pionier, was ästhetische und technische Maßstäbe sowohl beim späten Stummfilm als auch im frühen Tonfilm angeht. Bereits seit 1920 war Lang mit seinen großen Stummfilmen regelmäßig in den Dresdner Kinos präsent. Sein Agententhriller »Spione« wurde wenige Wochen nach der Berliner Uraufführung in Dresden erstmals am 6.4.1928 in den U. T. Lichtspielen gezeigt.

Mit dem Projekt »1918 als Achsenjahr der Massenkultur. Kino, Filmindustrie und Filmkunstdiskurse«, das vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Forschungsprogramms »1918  – Chiffre für Umbruch und Aufbruch« gefördert wird, wird das Dresdner Kino zum Forschungsgegenstand. Erste Arbeitsergebnisse sind nun die Basis dieser von ISGV und SLUB gemeinsam veranstalteten Filmreihe. Filmhistorisch steht der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm im Zentrum. Gezeigt werden ausschließlich Filme, die in den 1920er und frühen 1930er Jahren in einem der zahlreichen Lichtspieltheater der Kinostadt Dresden liefen. Am Beginn jeder Veranstaltung wird deshalb jeweils exemplarisch ein Dresdner Kino dieser Zeit vorgestellt.

Als die Bilder sprechen lernten (6): Spione (1928)
Stummfilm mit Live-Vertonung durch Matthias Hirth
Mi, 4.3.2020, 19 Uhr, Klemperer-Saal, Eintritt frei.