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Embodied Writing, Yoga und Meditation

Schreiben bleibt nicht nur reine Geistesarbeit, sondern muss immer auch als ein körperlicher Prozess begriffen werden:

Der Text ist ein symbolisches und ein physisches Ereignis. Ihn zu schreiben strengt an, körperlicher, als man es gemeinhin annehmen mag […] eine Art Steinmetzarbeit im Alphabet. (Kurt Drawert: Schreiben. Vom Leben der Texte. München: C.H. Beck 2012. S. 64)

Der ganzheitliche Ansatz des Embodiment betrachtet das Zusammenspiel von Geist, Körper und Psyche aus interdisziplinärer wissenschaftlicher Perspektive und vereint Forschungsergebnisse aus der Kognitionswissenschaft, Psychologie, Neurobiologie und aus der Körperarbeit. Auch in der Schreibforschung findet die Lehre vom Embodiment Anklang. Jüngste Studien untersuchen das sogenannte Embodied Writing sowohl im Kontext des Kreativen Schreibens als auch in der akademischen Schreibberatung. Dabei stärkt die Praxis des Embodied Writing nicht allein das schreibende Individuum, sondern kommt darüber hinaus für soziale Gruppenbildungsprozesse in der Schreibarbeit zum Einsatz. Das Angebot im TextLab trägt diesen neuesten Ergebnissen aus der Schreibforschung Rechnung. Dementsprechend lädt im SLUB TextLab ein eigener Entspannungsbereich zur Rekreation und zur Körperarbeit ein, die für gesundes und nachhaltiges Lernen unabdingbar sind. Mit Klangschalen lässt sich der Schreibfluss unterstützen, zusätzlich werden Yoga, Meditation und Progressive Muskelrelaxation angeboten, um den Flow im Schreiben zu finden.

Meditation (lat. meditatio = "nachdenken, nachsinnen, überlegen") ist eine in vielen Kulturen und Religionen ausgeübte spirituelle Praxis, durch die sich der Geist beruhigen und sammeln kann. Die Wirkung der Meditation, der meditative Zustand, ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, die Muskelspannungen reduziert.

Einführung in die Praxis der Achtsamkeitsmeditation im Sitzen, Gehen, Liegen und beim Zuhören. Im Mittelpunkt steht dabei die Wahrnehmung und wohlwollende Annahme von körperlichen Empfindungen, Gefühlen und Gedanken, die Kultivierung von Zufriedenheit und Freude und auch der Umgang mit schwierigen Emotionen.

Leiter: Dusan Scholze, neuer Kurs zum WS 19/20. Nicht in Anspruch genommene Plätze können spontan belegt werden

Yoga ist eine indische philosophische Lehre. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie Vereinigung mit dem Göttlichen, dem Ursprünglichen. Yoga erweist sich aber auch seit Jahrtausenden als nachhaltige Gesundheitshilfe. Er bringt die Selbstheilungskräfte des Menschen in Gang. Unter diesem Aspekt entwickelte sich allmählich der körperorientierte Hatha Yoga, der ca. 500 Jahre alt ist. Er vermittelt ein sehr ausgefeiltes System von Körperübungen (Asanas) und Bewegungen bei geführter Atmung (Pranayama), voller Konzentration nach innen (Meditation), Reinigungsritualen und Ernährungsempfehlungen.

Leiterin: Franziska Wolny, neuer Kurs zum WS 19/20. Nicht in Anspruch genommene Plätze können spontan belegt werden

Matten und Kissen sind vorhanden.