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Akademisches Schreiben

Beleg, Protokoll, Seminararbeit, Bachelor- oder Masterarbeit - im Studium erworbenes Wissen muss als Prüfungsleistung verschriftlicht werden. Doch geben die formalen Vorgaben für die wissenschaftlichen Arbeiten keine Auskunft darüber, was einen guten Text und einen guten Stil ausmacht. Deshalb beraten die  SLUB , das Schreibzentrum der TU Dresden sowie die Schreibwerkstatt in der Graduiertenakademie gemeinsam im Netzwerk Schreiben. Akademisches Schreiben ist erlernbar und kann trainiert werden. Um ihre Angebote aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen, versammelt sich unter dem Dach der SLUB ein Netzwerk aller an der TU Dresden beratenden Schreibcoaches. Sie treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und präsentieren die breite Palette der Kurse gebündelt im gemeinsamen Veranstaltungskalender der SLUB TextLab.

Informationsgesellschaft lebt vom geschriebenen Wort

Nach dem Studium wachsen die Herausforderungen für Nachwuchswissenschaftler beim Verfassen von Dissertation, Fachartikeln und komplexen Projektanträgen zur Drittmittelförderung. Dafür bietet das Netzwerk Schreiben spezielle Workshops und Beratung. Doch auch außerhalb des wissenschaftlichen Berufsfeldes steigt die Textproduktion, während die Zeitressourcen dafür knapper werden: E-Mails, Briefe, Konzepte, Gutachten, Analysen, Anträge, Berichte, Webseitentexte, Protokolle, Whitepapers, Blogs, Social Media bestimmen die Berufswelt für Akademiker. Die Informationsgesellschaft lebt vom geschriebenen Wort. Ganz gleich also, welchen Beruf Sie nach dem Studium ergreifen: Schreiben ist als Schlüsselkompetenz überall gefragt.

Schreibprozess als Lernprozess

Schreiben ist ein umfassender kognitiver und psychomotorischer Prozess, der sich in drei Phasen einteilen lässt: Die erste Phase dient der Planung Ihres Textes, Sie sammeln Ideen und machen sich Gedanken über Struktur und Form. In der zweiten Phase formulieren Sie den Rohtext, und erst während der dritten Phase überarbeiten Sie den verfassten Text. Beim versierten Schreiber überlappen sich die drei Phasen der Planung, Formulierung und Überarbeitung bestenfalls. Treten hingegen Störungen im Schreibprozess auf, ist es hilfreich, die Phasen voneinander zu isolieren. Beim Kreativen Schreiben widmen wir uns verstärkt dem Rohtext und erkennen: Jeder Schreibprozess ist zugleich auch ein Lernprozess.