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Stammbücher

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wächst durch kontinuierliche Sammeltätigkeit der Bestand an Stammbüchern in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Mit aktuell über 420 Stammbüchern mit Entstehungszeiten zwischen dem 16. und dem 20. Jahrhundert  gehört sie heute zu den bedeutendsten Sammlungen dieses spezifischen Handschriftengenres im deutschsprachigen Raum.

Der größte Teil des Bestandes setzt sich aus Stammbüchern des 18. und 19. Jahrhunderts zusammen. Allerdings finden sich auch Exemplare aus dem 16. Und 17. Jahrhundert in der Sammlung. Die vielfältigen Facetten der Stammbuchkultur sind darin in inhaltlicher, formaler und soziologischer Art breit vertreten. Somit kommt dem Dresdner Bestand ein ausgesprochen repräsentativer Charakter zu.

Geffcken, Friedrich Heinrich: Stammbucheintrag für Alexandra von Gerbel-Embach (SLUB Mscr.Dresd.App.1415,Bl.1)

Aus der beachtlichen Zahl singulärer Spitzenstücke sind jene mit Eintragungen, Illustrationen und Beigaben bedeutender Persönlichkeiten hervorzuheben (u. a. Carl Gustav Carus, Joseph v. Eichendorff, August Hermann Francke, Johann Wolfgang Goethe, Anton Graff, Friedrich Kind, Gottfried Wilhelm Leibniz, Philipp Melanchthon, Novalis, Martin Opitz, Heinrich Schütz, Philipp Jacob Spener, Friedrich Wieck).

Eines der kostbarsten Stücke ist das Stammbuch des  thüringischen Adligen Conrad Ernst von Berlepsch auf Thamsbrück und Großengottern (1588-1659). Das querformatige Buch ist in Schlangenleder gebunden, mit rund 140 Malereien und Zeichnungen ausgestattet und enthält unter anderem einen Eintrag des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz (1585-1672), der als Begründer der deutschen Oper gilt (Mscr.Dresd.App.2547).