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Autographe Kompositionen von Udo Zimmermann in der SLUB

Der Schuhu und die fliegende Prinzessinnach oben

„ … in der Schuhu und die fliegende Prinzessin geht es um einen Wunschtraum. Da sucht ein Wundervogel irgendeinen Ort, wo die Welt liebens- und lebenswert ist. Er kommt von seinen kleinen Welten in die ganz großen Welten. Nirgends findet er das Gesuchte.“ Udo Zimmermann
SLUB: Mus.15444-F-500


„Am Ende der Oper macht sich der Schuhu auf den Weg zu einem bereits erkundeten Berg, der soll so groß sein wie die halbe Welt. Die Leute sollen nett zueinander sein und sich keinen Zucker aufs Butterbrot streuen. Aber auf den Berg zu gelangen erfordert große Anstrengungen, denn er ist eben sehr hoch. Gemeinsam mit seiner geliebten Prinzessin macht er sich auf den Weg, heraus aus einer anachronistischen Vergangenheit, in eine Zukunft, für die Anstrengung sich lohnt. Es geht in dieser Parabel also um die Suche nach einer lebens- und erstrebenswerten Welt.“

„Für die Musik sind lyrische Gesänge und drängende Orchesterpartien charakteristisch, Zimmermann verwendet dabei unter anderem Stilzitate, elektronische Klangtransformationen und Techniken des musikalischen Minimalismus.“
Frank Geißler


Programmheft-Umschlag der Uraufführung vom 30. Dezember 1976 und weitere Abbildungen
(Archiv Udo Zimmermann)

 

 

Ode an das Lebennach oben

In seiner „Ode an das Leben“ stellt Udo Zimmermann Texte des römischen Dichters und Philosophen Lucrez (98-55 v. Chr.) aus „Humana ante oculos foede cum vita iaceret in terris“ und des chilenischen Dichters Pablo Neruda (1904-1973) gegenüber:

„Langsam stirbt, wer Sklave der Gewohnheit wird, in dem er jeden Tag die gleichen Wege wiederholt, wer nie seine Marke ändert, wer nie riskiert und nie die Farbe seiner Kleider wechselt, wer mit niemandem spricht, den er nicht kennt.“

SLUB: Mus.15444-G-500

 

 

Canticum Marianumnach oben

„Ein jahrhundertealter Marianischer Gesang klingt auf, zunächst als echohafter Wechselgesang zweier Solisten, wie ein Antiphon. Schließlich beginnt ein Kanon, der eine marianische Intonation aufnimmt und in einer sich entwickelnden Zwölfstimmigkeit zu Polyphoner Verdichtung führt.“ Udo Zimmermann
SLUB: Mus.15444-P-500

1978 war für Udo Zimmermann seine erste „kompositorische Begegnung“ mit den Berliner Philharmonikern. Er hatte ihnen ein Stück versprochen, ein Stück für 12 gleichermaßen hervorragende Solisten. Im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele wurde 1985 im Kulturpalast in Dresden Zimmermann`s „Canticum Marianum“ aufgeführt.