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Der Dresdner Maya-Codex

  • ist die qualitätvollste und inhaltsreichste der 4 weltweit erhaltenen Maya-Handschriften
  • entstand gegen Ende der postklassischen Zeit der Maya-Kultur (10.-16. Jahrhundert n. Chr.) auf der Halbinsel Yucatán
  • besteht aus 39 ursprünglich als Leporello gefalteten Blättern aus Rindenbast, die in 2 Streifen mit einer Gesamtlänge von 3,56 m zwischen Glasplatten in der Schatzkammer des Buchmuseums der SLUB ausgestellt sind
  • enthält Ritual- und Weissagungskalender, astronomische und meteorologische Tafeln, rituelle Vorschriften und zahlreiche Götterdarstellungen
  • ist ein Schlüsseldokument für die Entzifferung der Maya-Hieroglyphen und für die Erforschung der Astronomie und Zeitrechnung der Maya
  • wurde 1739 vom Bibliothekar Johann Christian Götze in Wien erworben und im 19. Jahrhundert als Maya-Handschrift erkannt
  • wurde mehrfach faksimiliert und ist Gegenstand unzähliger Publikationen