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Walter Hahn

Selbstporträt Walter Hahn, um 1950. SLUB/DF 314218.Schon während seiner Ausbildung als Lithograph in Dresden begann Walter Hahn (1889-1969) zu fotografieren. Sein wachsendes Interesse für den Klettersport konnte er mit seinen fotografischen Ambitionen verbinden. So dokumentierte er zahlreiche Erstbegehungen in der Sächsischen Schweiz. Davon gingen Postkarten von Hand zu Hand, ab 1915 erschienen sie im Handel.

1920 machte sich Hahn als Fotograf selbständig und wendet sich der Landschaftsfotografie (Sächsische Schweiz, Osterzgebirge, Lausitzer Bergland, Alpen) zu; um 1930 war die Architekturfotografie ein weiterer Schwerpunkt. Berühmt ist er für seine Luftaufnahmen von Dresden, fast allen sächsischen Städten und der Sächsischen Schweiz.

Seine Ansichtskarten, die stets als Handabzüge vertrieben wurden, sind gesuchte Sammelobjekte. Der Fotograf wird durch seine Aufnahmen vom zerstörten Dresden und nicht zuletzt durch die Dokumentation der Leichenverbrennung auf dem Altmarkt 1945 immer mit der Stadt in Verbindung gebracht werden.

Das ca. 15.000 Glasnegative umfassende Archiv, das die Bombenangriffe auf Dresden weitgehend unbeschadet überstanden hat, befindet sich seit 1970 in der Deutschen Fotothek.

Christa Bach

© SLUB/Deutsche Fotothek 2007