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Biografisches

Heinrich Edwin Bauer wurde am 30. März 1873 in Dresden geboren, getauft wurde er in der Dreikönigskirche. Sein Vater, Heinrich Julius Bauer, war in Dresden-Neustadt auf der Königsbrücker Straße 29 Inhaber einer Dampfwasch- und Plättanstalt. Nachdem der Vater 1889 gestorben war, betrieb seine Mutter Albine Edwine Bauer in Radebeul das Material- und Schnittwarengeschäft "Scharfe Ecke" und bestritt so den Lebensunterhalt für sich und ihre beiden Söhne Edwin und dessen jüngeren Bruder Albin.

Edwin Bauer besuchte die Schule von 1879 bis 1888 und begann danach erste geschäftliche Aktivitäten zu entwickeln, indem er mit verschiedenen Waren handelte. So gründete er bereits 1895 seine erste eigene Firma, die Ansichts- und Glückwunschkarten herstellte und vertrieb.

1888 bis 1905 war er aktiver Radrennfahrer und nahm u. a. erfolgreich an einem Straßenradrennen zwischen Wien und Berlin teil, bei dem er den 14. Platz belegte.

In der Dresdner Neustadt lernte Edwin Bauer "auf dem Tanzboden" die in Breslau geborene Gertrud Gummich, die bei einer Familie in Stellung war, kennen. Am 21. Juli 1902 heiratete das Paar in Liegnitz (Schlesien). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Kurzzeitig wohnte die Familie in Bad Gottleuba und übernahm danach die Mühle mit Gasthaus "Forstmühle" in Krippen (Sächsische Schweiz).

1909 baute Edwin Bauer in Kötzschenbroda (Radebeul) ein Haus und gründete gleichzeitg die Firma "Papyruswerk Kötzschenbroda". Nicht nur die Produktion von Ansichts- und Glückwunschkarten wurde weitergeführt, sondern auch Seilerwaren und Spielzeug vertrieben. Seine Ehefrau Gertrud führte den Haushalt, kümmerte sich um die Erziehung der Kinder und unterstützte ihn auch in geschäftlichen Dingen (Buchhaltung).

Im 1. Weltkrieg war Edwin Bauer in Königsbrück stationiert und verblieb in dieser Garnison. Ab 1918 führte er die Firma als Großhandel für Papierwaren und Spielzeug weiter, der 1937 von seinem Sohn Heinz übernommen wurde. Er starb am 22. November 1968 in Radebeul.