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Datenquellen

Die Zitation wird häufig als „Währung eines Wissenschaftlers“ angesehen. Der Impact eines Wissenschaftlers wird unter anderem daran gemessen, wie häufig seine Publikationen zitiert werden. Bisher stehen zur Auswertung von Zitationen nur wenige Datenquellen (Web of Science, Scopus) zur Verfügung. Diese Datenquellen können auch nur von einem eingeschränkten Nutzerkreis verwendet werden, da sie zuvor durch die eigene Institution lizenziert werden müssen.

Initiative for Open Citationsnach oben

Die Initiative for Open Citations I4OC startete im April 2017 mit dem Ziel, die unbeschränkte Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Zitationsdaten voranzubringen. Beteiligte Partner sind dabei zahlreiche renommierte Wissenschaftsverlage und verschiedene Organisationen wie Open Citations, Wikimedia Foundation, PLOS, eLife und DataCite. Die Idee dahinter ist, die bei CrossRef bereits häufig erfassten Zitations-Metadaten nutzbar zu machen. Der Anteil der Publikationen in CrossRef mit offen zugänglichen Referenzen erhöhte sich von 1 % vor dem Start bereits auf über 50 % der insgesamt 35 Mio. Artikel mit Referenzen im Januar 2018. 

Publikations- und Zitationsdatenbanken, multidisziplinärnach oben

Web of Science Core Collection (WoS CC) enthält die Zitationsdatenbanken Science Citation Index Expanded (SCI Expanded), Social Sciences Citation Index (SSCI) und Arts & Humanities Citation Index (A&HCI) von Clarivate Analytics. Sie finden darin Hinweise auf Publikationen in einem bestimmten Fachgebiet, aber auch Angaben zu deren Referenzen und Zitierungen als Basis für umfangreiche bibliometrische Analysen.

Scopus enthält Literaturnachweise und deren Zitierungen aus peer-reviewed Zeitschriften, Conference Proceedings, Büchern und Patenten und erlaubt demzufolge ähnlich wie WoS CC Zitationsanalysen.

GoogleScholar ermöglicht allgemein die Suche nach wissenschaftlicher Literatur und zeigt für die gefundenen Ergebnisse auch Zitationsdaten an. Aufgrund der Arbeitsweise als Webcrawler sind diese Angaben jedoch nicht zuverlässig reproduzierbar und daher bei Auswertungen kritisch zu betrachten.

Kennzahlen- und Analysedatenbankennach oben

Journal Citation Reports (JCR) ist ein Modul auf der Incites Plattform für Zitationsanalysen von Clarivate Analytics. Enthalten sind bibliometrische Kennzahlen wie Journal Impact Factor, Immediacy Index oder Cited Half-Life auf der Grundlage der Web of Science-Daten. JCR dient der quantitativen Bewertung und dem Vergleich von wissenschaftlichen Zeitschriften.

Essential Science Indicators (ESI) ist ein weiteres Modul auf der Incites Plattform von Clarivate Analytics. Ermöglicht werden Zitationsanalysen nach Highly Cited Papers (letzte 10 Jahre) und Hot Papers (letzte 2 Jahre) für Personen, Institutionen, Länder und Zeitschriften sowie Trendanalysen. Auf Grundlage der ESI-Zitationsdaten werden die innerhalb ihrer Fachdisziplinen weltweit einflussreichsten Forscher ermittelt. (Highly Cited Researchers).

SCImago Journal & Country Rank ist eine Plattform, die zeitschriften- und länderspezifische bibliometrische Kennzahlen aus Scopus zur Untersuchung des wissenschaftlichen Einflusses enthält. Dazu gehört der SCImago Journal Rank (SJR) Indicator.

Journal Metrics / Scopus enthält eine Reihe von bibliometrischen Kennzahlen aus Scopus zum Vergleich von Zeitschriften, insbesondere CiteScore und Source Normalized Indicator of Publication (SNIP).

Google Scholar Metrics enthält jeweils die Top 100 Publikationen in verschiedenen Sprachen und Forschungsgebieten. Grundlage des Rankings bilden die bibliometrischen Kennzahlen h5-Index und h5-Median.