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Patenschaft

Kirchenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts

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„auffgesetzet“ zwischen 1660 und 1680, heute leider nicht mehr nutzbar: Wie der Handschrift Mus.Löb.53 geht es vielen der ca. 1.300 zum sogenannten Depositalbestand gehörigen Bände, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der SLUB bewahrt werden. Tintenfraß, starke Fragmentierung, Auswaschungen und Schimmelschäden haben über die Jahrhunderte hinweg, insbesondere aber auch in der Folge des Zweiten Weltkrieges, deutliche Spuren hinterlassen. Mit gravierenden Auswirkungen: Ein relativ großer Anteil des Bestandes kann zurzeit nicht genutzt werden. Dabei birgt der reiche Inhalt so wertvolle Einblicke in das sächsische Musikleben des 16. und 17. Jahrhunderts fernab der großen Musikzentren – stammen alle Bände doch direkt aus der musikalischen Praxis in Kirchgemeinden und Schulen von Städten wie Löbau, Glashütte, Pirna, Grimma oder Meißen.

Was konkret aber bedeutet die Schädigung? Das können wir nun nach der Betrachtung im Rahmen einer umfangreichen, durch die Koordinierungsstelle für den Originalerhalt des schriftlichen Kulturguts (KEK) finanzierten Studie für den gesamten Depositalbestand genauer beziffern: Über 25 Jahre Arbeitsaufwand einer in Vollzeit arbeitenden Person lägen für die Restaurierung rechnerisch vor uns!

Doch jeder einzelne Schritt bedeutet einen kleinen Fortschritt im Gesamtkontext. Unter diesem Motto soll der große Berg in Etappen reduziert werden. Bei der Auswahl steht zunächst die Zugänglichmachung von bislang nicht nutzbaren Materialien im Vordergrund – die unikale Handschrift ist vor diesem Hintergrund von höherem Interesse, als der gegebenenfalls auch in anderen Bibliotheken in weit besserem Zustand zugängliche Druck. Aber auch das Verhältnis zwischen (finanziellem) Aufwand und zu erwartendem Nutzen bei heute anwendbaren Methoden beeinflusst die Entscheidung.

Mit Mus.Löb.53 steht nun also eine umfangreiche Sammelhandschrift in sechs Stimmbänden im Fokus, ein wahres Großprojekt: Vereinigt sind 207 Nummern, „auff Ostern“, „auff Pfingsten“ oder zu anderen kirchlichen Anlässen zu singen. Niedergeschrieben vom Löbauer Kantor Christian Maucke, Heinrich Gottfried Praetorius und anderen legen die Bände Zeugnis ab von einem vielfältigen frühprotestantischen Musikrepertoire in der sächsischen Kleinstadt des 17. Jahrhunderts. Werke von Maucke selber fanden ebenso Eingang wie Kirchenmusik von Andreas Hammerschmidt, Johann Rosenmüller und vielen weiteren. Unterstützen Sie uns dabei, dieses Repertoire bald wieder für die Wissenschaft verfügbar zu machen!

Restaurierungskosten: 25.870,00 €

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