Patenschaft

Filmsammlung Ernst Hirsch – 17,5mm-Film

Ein 17,5 mm Film mit Bruchstücken in seiner archivtauglichen Schutzverpackung.

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Amateurfilmkamera der ersten Generation

Eine der ersten Amateurfilmkameras wurde in Dresden gebaut! Die mit ihr aufgezeichneten Filmzeugnisse sind heute oft nur noch in Bruchstücken erhalten.

Der Kinematograph von Fridolin Kretzschmar war zu seiner Zeit – um 1902 – ein echtes technisches Novum. Er war klein und handlich und nutzte ein besonderes Filmformat, den 17,5mm-Film – halb so breit im Material und dadurch erschwinglicher als der 35mm- „Normalfilm“. Zudem war der Kinematograph praktischerweise Kopiergerät und Projektor in einem. Dadurch war er besonders gut geeignet für alle nicht-professionellen Filmemacher, die nun ihr Leben und das ihrer Familien in bewegten Bildern für die Nachwelt festhalten konnten.

Wissenswert:
1903 wurde von Heinrich Ernemann aus Dresden die „Ernemann Kino“ herausgebracht – die Schmalfilmkameras der „Kino“-Serie sind nahezu baugleich mit der Serie des Kinematographen von Kretzschmar. Wie es dazu kommen konnte, ist aber bis heute nicht abschließend geklärt.

Filmfund in der Sammlung Ernst Hirsch

Für Gedächtnisinstitutionen wie die SLUB sind solche Aufnahmen wichtige Zeitdokumente. Sie zeigen die Lebensrealitäten von Menschen, wie diese Menschen gesehen werden wollten und wie sie auf ein damals noch brandneues Medium reagierten. Leider sind viele der Filme, die auf dieser besonderen Kamera und auf diesem außergewöhnlichen Format gedreht wurden, nach stolzen 123 Jahren hoch fragil und teilweise nur noch in Bruchstücken erhalten.

Bei der Übernahme der Film- und Kamerasammlung von Ernst Hirsch 2025 wurde genau ein solcher 17,5 mm-Film in einer Ernemann-Kino-Kamera gefunden. Die Bilder zeigen eine Gruppe von Menschen, die sich vermutlich für ein kleines bewegtes Portrait zusammenfindet. Genau können wir es aber nicht sagen, weil der Film kaum mechanische Belastungen aushält. Noch dazu ist der Filmstreifen mehrmals durchgebrochen und teilweise nur noch sehr fragmentarisch erhalten. Die Emulsion, das heißt der Teil des Filmes, der die eigentliche Bildinformation trägt, löst sich stellenweise bereits vom Trägermaterial ab – also dem durchsichtigen Plastikmaterial, das es möglich macht, den Film in Projektoren oder Digitalisierungsgeräten abzuspielen. Dieses Trägermaterial – hoch entzündliche Nitrozellulose mit der gleichen Zusammensetzung wie Schießbaumwolle – hat über die Jahre seine Belastbarkeit verloren und bricht sehr leicht.

Notwendige Restaurierung

Damit der Film wieder in altem Glanz erstrahlen und seine Geheimnisse enthüllen kann, muss er zunächst mithilfe besonderer Chemikalien befeuchtet und somit wieder elastisch gemacht werden, bevor er dann über eine auf das besondere Format angepasste Digitalisierungsstrecke geschickt werden kann. Lose Stücke und abgelöste Schichten müssen fixiert werden. Die Bruchstücke werden nach der Digitalisierung wieder in der richtigen Reihenfolge zusammengeführt.

Helfen Sie mit!

Mit den Geräten, die an der SLUB zur Digitalisierung zur Verfügung stehen, ist das leider nicht möglich. Es braucht hochspezialisierte Experten in der Filmrestaurierung, damit dieses ikonische Stück sächsischer Mediengeschichte, das nur noch in dieser einen Kopie überliefert ist, für die Zukunft gerettet und wieder angeschaut werden kann.

Helfen Sie mit Ihrer Patenschaft, diesen Film wieder für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen!

Bitte tragen Sie als Spendenzweck im Formular "Filmsammlung Ernst Hirsch" ein, damit wir Ihre Spende der Filmpatenschaft zuordnen können.

Restaurierungskosten: 2.600,00 €

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