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Aktuelle Ausstellungen

Mind the Gap. Von geraubten Büchern, fairen Lösungen ... und Lücken

Virtuelle Ausstellung zur NS-Raubgutforschung an der SLUB 

Warum ist die Herkunft eines Buches zu hinterfragen? Wann handelt es sich um eine „verdächtige“ Provenienz, weil das Buch möglicherweise während des Nationalsozialismus geraubt wurde? Wie kann man den Weg eines Buches rekonstruieren und wie dessen ursprüngliche Eigentümer:innen identifizieren? Was geschieht danach? Und nicht zuletzt: Vor welchen Herausforderungen steht die praktische NS-Raubgutforschung und wie kann man diese meistern – oder aus ihnen sogar einen Vorteil ziehen?

Die Provenienzforscher:innen aus dem Projektteam der SLUB gehen diesen Fragen in der Online-Ausstellung, die sie gemeinsam mit der Gestalterin Judith Andó aufbereiteten, nach. Mind the Gap. Von geraubten Büchern, fairen Lösungen … und Lücken ist in der Deutschen Digitalen Bibliothek zu sehen und zeigt anschaulich, wie NS-Raubgut identifiziert und wie Vorbesitzer:innen ausfindig gemacht werden können. Begleiten Sie die Forscher:innen bei der Aufklärung von Herkunftsvermerken in drei Büchern, die die Schicksale der Schriftstellerin Ilse Weber, der Arbeiterbibliothek Rathenow und des Württembergischen Freidenker- und Monistenbundes vor und während der Zeit des Nationalsozialismus dokumentieren. Erleben Sie, wie Provenienzforscher:innen in der täglichen Arbeit im Wesentlichen mit Lücken konfrontiert sind: in den Büchern selbst, in Archiven, in Zeitzeug:innenberichten. Wie kann man mit diesen Lücken umgehen, wie sie überwinden oder füllen? Die Ausstellung zeigt Wege dafür auf.

Virtuelle Eröffnungsveranstaltung am 14. April 2021, 17 Uhr

„Dem Ingenieur ist nichts zu schwer“. Industrialisierung und technische Bildung in Sachsen

Sachsen war in den deutschen Industrialisierungsprozessen des 19. Jahrhunderts ein „Pionier und Vorläufer“. In enger Wechselwirkung mit technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen stand auch ein gesellschaftlicher und kultureller Wandel, wozu der massive Auf- und Ausbau technischer Bildungseinrichtungen seit dem frühen 19. Jahrhundert gehört. Das Land wies bald eine stark ausdifferenzierte Landschaft an entsprechenden Institutionen auf. Deren Geschichte, ihre Bedeutung für die sächsische Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert wie ihre Rolle im 21. Jahrhundert will die Ausstellung nachzeichnen.

In der Schatzkammer präsentieren wir Objekte zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Sachsens seit dem Mittelalter, u. a. zur Geschichte des Bergbaus im 16. Jahrhundert – jenem Wirtschaftszweig, der auch im Industrialisierungszeitalter von hoher Bedeutung war.

Vom 30. Juli 2020 bis Mai 2021 in der Corty-Galerie und in der Schatzkammer der SLUB

Das Archiv der Fotografen

Die Deutsche Fotothek in der SLUB Dresden sammelt, erschließt und publiziert Fotografenarchive oder vermittelt diese in Kooperationen mit einem Netzwerk fotografischer Institutionen an geeignete Standorte. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch ausgewählte Fotografenarchive aus der Sammlung der Deutschen Fotothek.

Zentralbibliothek, Galerie am Lesesaal