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Neue Artikel in der Sächsischen Biografie

Frankreich übte als bedeutende Kulturnation und mächtiger europäischer Staat Jahrhunderte lang einen großen Einfluss auf Sachsen aus. Unübersehbar ist die Vorbildwirkung König Ludwigs XIV. auf den Dresdner Hof im Barockzeitalter. Nicht wenige Sachsen machten sich jedoch auch auf den umgekehrten Weg in Richtung Paris und hinterließen dort ihre Spuren. Drei neue Artikel der Sächsischen Biografie geben Beispiele für die vielfältigen Variationen französisch-sächsischer Beziehungen.

 

Paul Vogel (um 1527-1589)

Aufgrund seiner hohen Bildung gelang es dem ehemaligen Fürstenschüler Paul Vogel, in den engsten Beraterkreis des sächsischen Kurfürsten August aufzusteigen. Eine besondere Liebe scheint der Prinzenerzieher für Frankreich gehegt zu haben. Auf einer Kavalierstour, an der er als Begleiter junger Adliger teilnahm, lernte er das Land aus eigenem Erleben kennen. Für seine Übersetzungen französischer Bücher ins Deutsche wurde Paul Vogel Jahre später hoch geehrt. Seine Nähe zu Frankreich trug ihm jedoch gegen Ende seines Lebens auch den gefährlichen Verdacht ein, Calvinist zu sein. mehr...

Moritz Graf von Sachsen (Marechal de Saxe) (1696-1750)

Wohl kein anderer Sachse genoss in Frankreich je so hohes Ansehen wie Moritz Graf von Sachsen, der „Maréchal de Saxe“. Dem unehelichen Sohn des Kurfürsten Friedrich August I. (August II., der Starke) und seiner Mätresse Maria Aurora von Königsmarck war die sächsische Thronfolge verwehrt. Er erhielt stattdessen eine militärische Ausbildung. 1720 ging er nach Frankreich, in dessen Diensten ihm auf dem Schlachtfeld größte Erfolge gelangen: Als Heerführer blieb er Zeit seines Lebens ungeschlagen. Sein Sieg in der Schlacht bei Fontenoy 1745 ebnete ihm den Weg in die Geschichtsbücher aller französischen Schüler. mehr...

Agathon Hermann Friedrich Fabergé (1862-1895)

Der Name Fabergé verriet auch noch Generationen nach der Flucht aus Frankreich die Herkunft der hugenottischen Goldschmiedfamilie. Ihr Aufstieg zur berühmtesten Juwelierdynastie des 19. Jahrhunderts bestimmte auch den Lebensweg von Agathon Herman Friedrich, eines der berühmtesten Designer seiner Zeit. In Dresden verbrachte er wichtige Jahre seiner Kindheit und Jugend. Hier wohnte er ganz in der Nähe des Grünen Gewölbes. In der kurfürstlichen Schatzkammer konnte er gestalterische Impressionen aufnehmen, die ihm wichtige Anregungen für seine eigenen Werke lieferten. mehr...