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This page offers an overview over exhibitions, events, and regular workshops at and with SLUB Makerspace. You can find current dates and sign up for events and workshops via our event calendar.

Cradle-to-Cradle- (C2C) Kreisläufe

Cradle-to-Cradle-(C2C) Kreisläufe

Wo? Bereichbibliothek DrePunct/ Makerspace, Foyer

Wann? Ab dem 21. Juni 2021 kann der biologische C2C-Kreislauf während der Öffnungszeit der Bereichsbibliothek DrePunct kostenfrei besucht werden.


Hintergrund

Die Ausstellung "Plastik.Und dann?" - ein Projekt der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft (SäBiG) in Kooperation mit dem Schweizer Materialarchiv, der Kunststoffschmiede des Konglomerat e.V. und dem Makerspace der SLUB - wurde von Oktober 2019 bis Anfang 2021 in der Bereichbibliothek DrePunct/Makerspace gezeigt.

Sie setzte sich mit den zentralen Fragen rund um den Umgang mit Plastik auseinander: Was ist Plastik überhaupt? Ist Plastik aus Biomaterial wirklich eine Alternative? Wie lässt es sich recyclen und wie werden wir in Zukunft damit umgehen?
Die Ausstellung "Plastik. Und dann?" führte die Aussstellung "Bio, Kunststoff oder beides?" des Schweizer Materialarchivs und die Unstoff-Reststoff-Nutzstoff-Präsentation der Kunststoffschmiede Dresden zusammen.

Im Rahmen der Ausstellung des Schweizer Materialarchivs wurden zudem Rohstoffkreisläufe untersucht und entsprechend veranschaulicht. Auch hier steht die Frage im Mittelpunkt, wann und inwiefern ein kompostierbarer Kunststoff sinnvoll ist. Dabei wurde das Cradle-to-Cradle Konzept-(C2C) in zwei Ausführungen veranschaulicht: Als biologischer C2C-Kreislauf und als technischer C2C-Kreislauf.

Der technische C2C-Kreislauf

Der technische C2C-Kreislauf präsentiert anhand des Beispiels Gummi, Materialien, die als Primärrohstoffe gelten. Da sie nur begrenzt zur Verfügung stehen, sollten sie in Anbetracht der zunehmenden Knappheit sowie steigendem Konsum in technischen Kreisläufen zirkulieren.
Gummi ist teilweise biobasiert (Naturkautschuk) und nicht biologisch abbaubar (vulkanisiert, chemische Zusatzstoffe und Komponenten).

Es stellen sich entscheidende Fragen:

  • Lässt sich der Rohstoff Kautschuk in großen Mengen nachhaltig anbauen und gewinnen?
  • Bietet die Produktion geschlossene, d.h. sichere und saubere Kreisläufe der eingesetzten Chemikalien? Sind in den Produkten chemische Giftstoffe, die in die Biosphäre austreten könnten?
  • Wieviel geht durch Abrieb auf der Strasse verloren? Was passiert, wenn diese feinstofflichen Materialien so aus dem technischen Kreislauf herausfallen und in den biologischen Kreislauf geraten?
  • Können die verwendeten Chemikalien unter nachhaltigen Bedingungen gewonnen oder verarbeitet werden?
  • Gibt es bei der De-Vulkanisation Material- oder Qualitätsverluste?
  • Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob das Rezyklat der Pyrolyse oder der De-Vulkanisation zugeführt wird (entweder-oder-Situation)?

Der biologische C2C-Kreislauf

Der biologische C2C-Kreislauf präsentiert anhand des Beispiels Viskose, Materialien, die gesundheitsverträglich und kompostierfähig sind und dadurch am Ende ihrer Nutzung als biologische Nährstoffgrundlage neues organisches Wachstum ermöglichen sollen. Ist dieser Kreislauf durchwegs sinnvoll? Und unter welchen Bedingungen lässt er sich in der Praxis tatsächlich realisieren?
Viskose ist biobasiert (Holz, bzw. Zellulose) und biologisch abbaubar (unter bestimmten Bedingungen).

Es stellen sich entscheidende Fragen:

  • Stammt der Rohstoff Holz bereits aus nachhaltiger Forstwirtschaft?
  • Bietet die Produktion geschlossene, d.h. sichere und saubere Kreisläufe der eingesetzten Chemikalien? Verbleiben zum Schluss wirklich keine gesundheitsschädigende Chemikalienrück-stände in den Textilien?
  • Garantiert das Produkt die biologische Abbaubarkeit von sämtlichen Komponenten wie Fäden, Etiketten, Knöpfen, Farbstoffen, Druckfarben etc.?
  • Ist eine individuelle Kompostierung in Privatgärten/im Hauskompost tatsächlich sinnvoll? Führt die ausgewiesene Kompostierbarkeit zu einer Gewissensberuhigung und somit zu kurzlebigerem Gebrauch der Produkte (Rebound-Effekt)?
  • Kann ein zertifiziertes T-Shirt in gemischten Textilsammlungen überhaupt erkannt werden? Wird es via die Biotonne tatsächlich kompostiert (Störstoffe in Bioabfällen)?Ist ein koordiniertes Rücknahmekonzept durch Produzenten tatsächlich realisierbar?
  • Werden zertifizierte Produkte und Produktionsabschnitte von industriellen Kompostanlagen akzeptiert?

Mit Dank für Informationen und Exponate an die Firmen GENAN GmbH, Dorsten/DE; LENZING AG, Lenzing/AT; CALIDA AG, Sursee/CH und FREITAG, Zürich/CH

Konzept und Texte für den technischen und den biologischen C2C-Kreislauf: Franziska Müller-Reissmann und Mario Pellin

In Zusammenarbeit mit der Professur Technisches Design der TU Dresden, dem Schweizer Material-Archiv und Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Events

SLUB Makerspace MeetUp!

Das SLUB Makerspace Meet up! is a series taking place once a month. Here we exchange about technologies and tools at Makerspace, DIY-projects and trends, and connect to create shared projects and workshops.

No previous knowledge is needed to join.

If you would like to present an exciting project to an interested audience, or if you want to exchange on a certain topic, Maik Jähne will gladly receive your e-mail.