Archiv für zeitgenössische Kompositionen
Das Archiv für zeitgenössische Kompositionen beherbergt seit den 1960er Jahren wesentliche Quellen zur Musikgeschichte Ostdeutschlands.
Seit 1964 entstand in der Musikabteilung das Archiv Dresdner Komponisten des 20. Jahrhunderts. Es wurde Anfang der 1970er Jahre zum Komponistenarchiv der DDR erweitert, das vor allem Partiturautographen junger, aufstrebender Komponisten aufnahm. Maßgeblich für das Zustandekommen der Erwerbungen war in der Regel der persönliche Kontakt zum Komponisten. Der enge Kontakt zu den Musikverlagen, besonders zu Edition Peters in Dresden, erbrachte für die Bibliothek viele Archivierungsvereinbarungen für Kompositionsautographe. In bibliographischer Hinsicht wurde die Notensammlung durch zwei periodische Publikationen abgerundet: einen Jahresbericht zum Musikschaffen der DDR, der die uraufgeführten Kompositionen registrierte, und die ebenfalls jährlich erschienene Bibliographie Musik, die das Musikleben der DDR in seiner Vielfalt dokumentierte. Diese Periodika sind online zugänglich:
- Bibliographie Musik der DDR
- Sozialistisches Musikschaffen der DDR
- Zeitgenössisches Musikschaffen der DDR
Heute ist das Erwerbungsprofil sächsisch und darüber hinaus ostdeutsch orientiert. Die Sammlung umfasst derzeit Kompositionsautographe und Nachlässe von Reiner Bredemeyer, Paul-Heinz Dittrich, Friedrich Goldmann, Jörg Herchet, Georg Katzer, Alexander Keuk, Günter Kochan, Wilfried Krätzschmar, Rainer Kunad, Rainer Lischka, Siegfried Matthus, Tilo Medek, Christfried Schmidt, Benjamin Schweitzer, Manfred Weiss, Lydia Weißgerber, Michael-Christfried Winkler, Ruth Zechlin, Udo Zimmermann. Ein Teil der Manuskripte ist bereits im RISM Online-Katalog erfasst, der Verbunddatenbank des Internationalen Quellenlexikons der Musik, in der die SLUB nach und nach alle ihre Musikhandschriften nachweist. Diese können im Lesesaal Sammlungen eingesehen werden. Bitte teilen Sie uns Ihre Bestellwünsche über Schreiben Sie uns mit.