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Geschichte

Der Codex Dresdensis im 18. und 19. Jahrhundert

1739 erwarb der kurfürstlich-sächsische Hofkaplan und Bibliothekar Johann Christian Götze den Codex „als eine unbekannte Sache gar leicht umsonst“ aus dem Besitz eines Privatmannes in Wien (Götze, 1743, S. 4). Weiter schrieb Götze: „Ohne Zweifel ist er [der Codex] aus einer Verlassenschaft eines Spaniers, welcher entweder selbst, oder doch dessen Vorfahren in America gewesen. […] In der Vatikanischen Bibliothec sind nur etliche Blätter von dergleichen mexicanischen Schrift vorhanden, wie Herr Joseph Simonius Asseman [Orientalist, 1687-1768], welcher unser Exemplar vor vier Jahren zu Rom gesehen, versichert hat.“ (Götze, 1743, S. 5).

1740 lieferte Götze den Codex mit weiteren Handschriften und Büchern in die Kurfürstliche Blbliothek zu Dresden (vgl. Nr. 300 seines eigenhändigen Verzeichnisses Bibl.Arch.I.A,Vol.2,Nr.10).

1786 erste nachweisbare Restaurierung des Codex (Ausbesserung mit Goldschlägerhaut)

1796 Verwendung von Motiven aus den Folia 8, 9, 52, 61 und 62 auf der kolorierten Kupfertafel Nr. 34 zum Kapitel „Mexikanischer Geschmack“ der „Darstellung und Geschichte des Geschmacks der vorzüglichsten Völker in Beziehung auf die innere Auszierung der Zimmer und auf die Baukunst“ von Joseph Friedrich zu Racknitz' (Erläuterungen dazu im 3. Heft, S. 25f.).

1810 Abbildung der Folia 47-52 in Alexander von Humboldts „Vues des Cordillères et monumens des peuples indigènes de l’Amérique“ (Tafel XLV, Beschreibung S. 266f.)

1811 erwähnte Carl August Böttiger den Codex, auf den er Humboldt aufmerksam gemacht hatte, im ersten Teil seiner „Ideen zur Archäologie der Malerei“ (S. 20f.)

1825/26 zeichnete Agostino Aglio den ganzen Codex für Edward King, Viscount Kingsborough

1831 Veröffentlichung der nachträglich kolorierten Zeichnungen Aglios in Band 3 der „Antiquities of Mexico

Eintrag im „Catalogus codicum manuscriptorum orientalium Bibliothecae Regiae Dresdensis“ von Heinrich Leberecht Fleischer (Nr. 451, S. 75)

1841 bewies John Lloyd Stephens, dass die Schriftsysteme des Codex und der Steininschrift des Altares Q aus Copán übereinstimmen.

1835ff. wurde der Codex in zwei Teilen zwischen Glasplatten ausgestellt

1853 erkannte Charles Etienne Brasseur de Bourbourg den Codex als Mayahandschrift (Des antiquités mexicaines, in: Revue archéologique 9 (1853), T. 2, S. 417)

1880 gab der Dresdner Oberbibliothekar Ernst Wilhelm Förstemann ein Faksimile im Chromo-Lichtdruck-Verfahren mit einer Einleitung heraus. Damit setzten Förstemanns verdienstvolle Forschungen zum Codex Dresdensis, insbesondere zum Kalendersystem der Maya ein.

1897 veröffentlichte Förstemanns Schüler Paul Schellhas seine Studien zur Identifikation der Göttergestalten des Codex. Die Korrespondenz zwischen Förstemann und Schellhas hat sich in der Handschriftensammlung der SLUB erhalten.