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Aktuelle Ausstellungen

Wanderausstellung "Die Freiheit winkt!" - Die Sorben und die Minderheitsfrage nach 1918 (Sorbisches Institut)

Die Sorben sind eine nationale Minderheit ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet ist die Lausitz, eine Region im Südosten Deutschlands, in direkter Nachbarbarschaft und engen Beziehungen zu Tschechien und Polen. Rufe nach nationaler Unabhängigkeit erlangen unter den Sorben, die man auch Wenden nennt, ab dem 19. Jahrhundert Einfluss. "Die Freiheit winkt" heißt es Anfang 1919 hoffnungsvoll, als die europäische Landkarte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs neu geordnet wird. Die Ausstellung präsentiert die Hochzeit der sorbischen Nationalbestrebungen zwischen den Weltkriegen. Die dabei aufgeworfenen Fragen nach kollektiver Selbstbestimmung, nach Toleranz und Interessenausgleich zwischen Minderheit und Mehrheit sind bis heute aktuell. 

Zu sehen ist die Wanderausstellung des Sorbischen Insttuts Bautzen im Foyer der SLUB bis zum 07. November 2021. Ergänzend zu den Bannern der eigentlichen Ausstellung werden außerdem einige thematisch passende SLUB-Bestände ausgestellt. Die Ausstellung ist zweisprachig deutsch-obersorbisch. Gedruckte Guides stehen in englischer, niedersorbischer, polnischer und tschechischer Sprache zur Verfügung.

Menschen machen Bibliotheken – Bibliothekare im Porträt

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), 1996 aus dem Zusammenschluss der Sächsischen Landesbibliothek (SLB) und der Bibliothek der Technischen Universität Dresden (TUD) entstanden, besitzt eine »Ahnengalerie«. Sie umfasst Porträts der Oberbibliothekare, wie die Leiter der Kurfürstlichen und späteren Königlichen Bibliothek bis 1896 bezeichnet wurden, bzw. Direktoren aus zwei Jahrhunderten. Soweit noch nachvollziehbar, kamen sie durch Schenkung, Kauf oder als Auftragswerk in die Bibliothek. Gleiches gilt auch für die Porträts einiger verdienstvoller Mitarbeiter und einer Mitarbeiterin, die zum Teil über Dresden hinaus als Buchwissenschaftler geschätzt wurden.

So unterschiedlich der künstlerische Wert der Kunstwerke ist, so verschieden werden die Charaktere dargestellt und manchmal mit Attributen versehen, die auf biographische und berufliche Aspekte hinweisen. Die Bilder hatten ihren Platz teils in öffentlich zugänglichen Bereichen, teils in einzelnen Dienststellen. Sie vergegenwärtigten den amtierenden Bibliothekaren die persönlichen Eigenschaften und die bibliothekarischen und wissenschaftlichen Leistungen ihrer Vorgänger und erinnerten sie an ihre Pflicht zur Erhaltung und stetigen Weiterentwicklung der bereits 1788 für die Öffentlichkeit zugänglichen Bibliothek. Die Leitung der Bibliothek mit der eigenen wissenschaftlichen Arbeit zu verbinden, war für viele der Dargestellten zeit ihres Lebens ein Spagat. Das Spannungsverhältnis zwischen bibliothekarischer und wissenschaftlicher Tätigkeit, das bis heute den Diskurs über das Berufsbild prägt, schlägt sich in der Ausstellung nieder. Die Präsentation zeigt aber auch, welche Tätigkeitsfelder in Angriff genommen wurden, die noch heute in der SLUB präsent sind bzw. ins digitale Zeitalter transferiert werden.

Die Porträts verdeutlichen: Menschen machen Bibliotheken, indem sie Medien schaffen, sammeln, ordnen, verzeichnen, bewahren, bereitstellen, vermitteln und nutzen – zu früheren Zeiten analog, heute zunehmend digital.

In der Schatzkammer werden unter dem Titel "Gekauft, geschenkt, getauscht" bedeutende Erwerbungen der Jahre 1793-1973 gezeigt.

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr
Samstags, Sonntags und feiertags bleibt die Schatzkammer geschlossen.

Bitte melden Sie sich vor Ort an der Servicetheke und verstauen Sie Garderobe und Gepäck vorab in den dafür vorgesehenen Schließfächern im Foyer der SLUB.

Mind the Gap. Von geraubten Büchern, fairen Lösungen ... und Lücken

Virtuelle Ausstellung zur NS-Raubgutforschung an der SLUB 

Warum ist die Herkunft eines Buches zu hinterfragen? Wann handelt es sich um eine „verdächtige“ Provenienz, weil das Buch möglicherweise während des Nationalsozialismus geraubt wurde? Wie kann man den Weg eines Buches rekonstruieren und wie dessen ursprüngliche Eigentümer:innen identifizieren? Was geschieht danach? Und nicht zuletzt: Vor welchen Herausforderungen steht die praktische NS-Raubgutforschung und wie kann man diese meistern – oder aus ihnen sogar einen Vorteil ziehen?

Die Provenienzforscher:innen aus dem Projektteam der SLUB gehen diesen Fragen in der Online-Ausstellung, die sie gemeinsam mit der Gestalterin Judith Andó aufbereiteten, nach. Mind the Gap. Von geraubten Büchern, fairen Lösungen … und Lücken ist in der Deutschen Digitalen Bibliothek zu sehen und zeigt anschaulich, wie NS-Raubgut identifiziert und wie Vorbesitzer:innen ausfindig gemacht werden können. Begleiten Sie die Forscher:innen bei der Aufklärung von Herkunftsvermerken in drei Büchern, die die Schicksale der Schriftstellerin Ilse Weber, der Arbeiterbibliothek Rathenow und des Württembergischen Freidenker- und Monistenbundes vor und während der Zeit des Nationalsozialismus dokumentieren. Erleben Sie, wie Provenienzforscher:innen in der täglichen Arbeit im Wesentlichen mit Lücken konfrontiert sind: in den Büchern selbst, in Archiven, in Zeitzeug:innenberichten. Wie kann man mit diesen Lücken umgehen, wie sie überwinden oder füllen? Die Ausstellung zeigt Wege dafür auf.

Virtuelle Eröffnungsveranstaltung am 14. April 2021, 17 Uhr

Das Archiv der Fotografen

Die Deutsche Fotothek in der SLUB Dresden sammelt, erschließt und publiziert Fotografenarchive oder vermittelt diese in Kooperationen mit einem Netzwerk fotografischer Institutionen an geeignete Standorte. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch ausgewählte Fotografenarchive aus der Sammlung der Deutschen Fotothek.

Zentralbibliothek, Galerie am Lesesaal