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Ausstellungen

Grenzenloses Sammeln. Raritäten aus fernen Ländern

Fremde Kulturen übten auf die Menschen in Europa schon immer eine große Faszination aus. Sobald ein neues Land oder gar ein neuer Kontinent entdeckt und erobert wurde, begann man Artefakte und Naturalien von dort in die eigene Heimat mitzunehmen, um sie in universalen Kunst- und Wunderkammern, Kuriositäten- und Naturalienkabinetten, Archiven, Museen und Bibliotheken zu sammeln und zu bewahren.

So gelangten auch in die 1556 gegründete Kurfürstliche Bibliothek in Dresden, aus der die heutige SLUB hervorging, Schriftzeugnisse, deren Ursprung von Mittelamerika bis Ostasien und von Skandinavien bis Nordafrika reicht und deren ältestes über 4000 Jahre alt ist. Außerdem sind im Bestand der SLUB zahlreiche Reiseberichte, Beschreibungen, Abhandlungen und Tafelwerke vorhanden, in denen Erlebnisse, Eindrücke, Forschungen und Bilder festgehalten wurden.

In der Ausstellung (hier geht's zum Katalog) werden einige der seltensten und wertvollsten Objekte gezeigt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte richtete sich das Interesse der Kuratoren besonders auf die Herkunft der Exponate. Die Provenienz der Objekte wurde so weit wie möglich ermittelt und beschrieben.

Die Ausstellung ist bis 12. August 2019 zu sehen. Öffentliche Führungen: 15.5., 12.6., 10.7., 7.8., jeweils 17 Uhr

Was bleibt?! – Nachlässe in der SLUB

Das Sammeln von Nachlässen hat in Dresden eine lange Tradition. Die ersten Familienarchive gelangten bereits im 17. Jahrhundert in die Bibliothek. In der Handschriftensammlung werden aktuell rund 500 Nachlässe überwiegend sächsischer Künstler, Literaten, Wissenschaftler und Musiker bewahrt, erschlossen und der Forschung zugänglich gemacht.

Den ersten und für die Geisteswissenschaft bedeutenden Nachlass des Klassischen Philologen Karl August Böttiger (1760–1835), der als Chronist der Goethezeit wirkte, konnte die Königliche Öffentliche Bibliothek in Dresden bereits 1854 erwerben. Seit 1873 besitzt die Bibliothek auch den größten Teil des schriftlichen Nachlasses des Kritikers und Übersetzers August Wilhelm Schlegel (1767–1845), der zusammen mit seinem Bruder, dem Philosophen und Schriftsteller Friedrich Schlegel (1772-1829), dem Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) sowie den Schriftstellern Ludwig Tieck (1773-1853) und Novalis (1772-1801) die romantische Schule prägte.

Neben diesen Nachlässen finden sich im Bestand der SLUB so bemerkenswerte wie die des Philosophen Karl Christian Friedrich Krause (1781–1832), dem Namensgeber des so genannten Krausismo, der im Spanien des 19. Jahrhunderts Bedeutung erlangte, oder des Romanisten Victor Klemperer (1881–1960), der als einer der wichtigsten Chronisten des Alltags eines jüdischen Intellektuellen im Deutschland des 20. Jahrhunderts gilt.

Traditionell werden Nachlässe erworben, wenn Urheber und/oder Inhalt als historisch und wissenschaftlich relevant für das kulturelle Gedächtnis Sachsens anzusehen sind.

In der Ausstellung zeigt die Bibliothek unter anderem ausgewählte Exponate aus den Nachlässen von Victor Klemperer, Christian Borchert, Fritz Löffler oder Ernst Hassebrauk.

Die Ausstellung ist bis 12. August 2019 zu sehen. Öffentliche Führungen: 5.6. und 3.7.2019 , jeweils 17 Uhr

Das Archiv der Fotografen

Die Deutsche Fotothek in der SLUB Dresden sammelt, erschließt und publiziert Fotografenarchive oder vermittelt diese in Kooperationen mit einem Netzwerk fotografischer Institutionen an geeignete Standorte. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch ausgewählte Fotografenarchive aus der Sammlung der Deutschen Fotothek.

Zentralbibliothek, Galerie am Lesesaal

metaPhotorsis : Pablo Blanes

metaPhotorsis : Pablo Blanes

Ein Ausstellungsprojekt von Studierenden der TU Dresden

Foyer der Zentralbibliothek der SLUB