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Love Data Week 2026 im OSL

Im Rahmen der internationalen Love Data Week lädt Sie das Datenkompetenzzentrum Come2Data am 11. Februar 2026 zu einem breit gefächerten Programm aus Vorträgen und Workshops ein. Unter dem Motto „Wo sind die Daten?“ widmen wir uns der Frage, wie Forschungsdaten heute gefunden, gesichert, geteilt, lizenziert und nachhaltig genutzt werden können.
Die Veranstaltung richtet sich an Forschende, Studierende, Mitarbeitende von Infrastruktureinrichtungen sowie alle, die mit Daten arbeiten oder arbeiten möchten. In Vorträgen, Hands-on-Sessions und Diskussionen erhalten Sie praxisnahe Einblicke in aktuelle Initiativen, Werkzeuge und Fördermöglichkeiten rund um Forschungsdaten.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Im Anschluss lassen wir die Love Data Week in entspannter Atmosphäre ausklingen – bei anregenden Gesprächen, sowie Kaffee und Kuchen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wenn Sie jedoch Fragen zu bestimmten Themen haben – insbesondere zur Lizenzierung von Daten – können Sie gerne dieses Formular ausfüllen. Unsere Vortragenden können dann ihre Beiträge gezielt vorbereiten, sodass Ihre Fragen im Vortrag berücksichtigt werden.
Programmablauf
13:00 – 13:30 Begrüßung und Problemaufriss „Wo sind die Daten?“ - Datenkompetenzzentrum Come2Data
13:30 – 15:00 Archivierung und Publikation meiner Forschungsdaten nach Guter Wissenschaftlicher Praxis (Online) - Kontaktstelle Forschungsdaten Dresden
13:30 – 14:30 Hands-on 1 – Data makes the Earth go round: Umwelt-, Klima- und Stadtdaten finden und teilen - Anna Brauer, Astrid Ziemann (NFDI4Earth, TU Dresden)
14:30 – 15:00 Hands-on 2 – Visualisierung von Geodaten auf historischen Karten - Dominik Stoltz (SLUB Dresden)
15:00 – 15:30 Kaffeepause
15:30 – 16:00 Rechte an Wissen: Datenlizenzen verstehen - Lina Höck (Come2Data)
16:00 – 16:30 Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz 2025 bis 2027 - Kathrin Winkler (DFG)
16:30 – 16:50 Projekt Semantic x-Lab: Semantische Suche nach ontologie-basierten Beschreibungen von Laborabläufen, Ressourcen und Daten - Oliver Knodel (HZDR)
16:50 – 17:00 FAME: An Open-Source Data Platform for Exploring Metrology Files and More - Jan Langer (Fraunhofer Institute for Electronic Nano Systems)
17:00 – 17:15 Kurze Trinkpause
17:15 – 17:45 Ressourcenschonender Umgang mit Forschungsdaten - Carolin Menzer & Katharina Zinke (SLUB Dresden)
17:45 – 18:00 Gedankenaustausch und Verabschiedung
ab 18:00 Uhr Meet & Greet
Kurzbeschreibungen der Beiträge
Archivierung und Publikation meiner Forschungsdaten nach Guter Wissenschaftlicher Praxis
Dieser Vortrag bietet eine Einführung in die Themen Archivierung und Publikation von Forschungsdaten. Sie lernen, was Archivierung eigentlich bedeutet und zu welchen Zeitpunkten in der eigenen Forschungspraxis Datenarchivierung sinnvoll ist. Es wird gezeigt, wie Datensätze für eine Archivierung und Publikation vorbereitet werden können und wo archiviert bzw. publiziert werden kann.
Data makes the Earth go round: Umwelt-, Klima- und Stadtdaten finden und teilen
Der Workshop führt in NFDI4Earth ein, die nationale Infrastruktur für Erdsystem- und Umweltdaten. Wir zeigen Wege zum Finden, Nutzen und Veröffentlichen von Daten. Ein Stadtklima-Use-Case demonstriert die Verknüpfung von Klima- und Infrastrukturdaten für Klimaanpassung. Gemeinsam diskutieren wir Herausforderungen und Best Practices für die eigene Datenarbeit.
Arbeiten mit dem Virtuellen Kartenforum
Mit dem Virtuellen Kartenforum liegt an der SLUB Dresden eine virtuelle Forschungsumgebung zur raumzeitlichen Analyse historischen Kartenmaterials überwiegend aus der Kartensammlung der SLUB vor. Im Workshop werden die zur Verfügung stehenden Werkzeuge kurz vorgestellt und können anschließend von den Teilnehmenden ausprobiert werden.
Rechte an Wissen: Datenlizenzen verstehen
Daten teilen – aber wie? In diesem Vortrag tauchen wir gemeinsam in die Welt der Datenlizenzen ein. Wir klären, warum Lizenzen wichtig sind, welche Modelle es gibt und wie Sie die passende Lizenz für Ihre Daten auswählen. Anhand praktischer Beispiele lernen Sie, typische Stolperfallen zu vermeiden und sicher mit offenen sowie eingeschränkten Daten umzugehen. Gerne können Sie bei der Anmeldung Fragen oder Themen angeben, damit wir diese im Vortrag gezielt aufgreifen können
Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz 2025 bis 2027
Mit der Förderinitiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände und zur Datenresilienz 2025 bis 2027, stellt die DFG Mittel zur Verfügung, um Daten von möglicherweise zukünftig zugangsbeschränkten Repositorien auf lokale Infrastrukturen zu transferieren. Die Vortragenden geben Einblick in Details der Initiative und stehen für Fragen zur Verfügung.
Projekt Semantic x-Lab: Semantische Suche nach ontologie-basierten Beschreibungen von Laborabläufen, Ressourcen und Daten
Forschungseinrichtungen und Universitäten sammeln bereits umfangreiche Metadaten aus Projekten, Anträgen, Publikationen und Workflow-Systemen. Diese Informationen sind jedoch über mehrere, teilweise isolierte Systeme verstreut und müssen verknüpft und semantisch angereichert werden, um echtes wissenschaftliches Wissen zu generieren. Das Projekt Semantic x-Lab zielt darauf ab, diese Informationen zu integrieren, durchsuchbar zu machen und neue Zusammenhänge aufzudecken. Das Ergebnis ist hoffentlich ein verteilter Wissensgraph, der gemeinsam mit Nutzern aus Laboren, Großanlagen und verschiedenen Forschungsbereichen entworfen wurde.
FAME: An Open-Source Data Platform for Exploring Metrology Files and More
In der Halbleiter-Messtechnik fallen große Mengen hochkomplexer Messdaten an, die in kleineren Einrichtungen nach wie vor häufig mit Tabellen und traditionellen Ordnerstrukturen verwaltet werden – mit begrenzter Nachvollziehbarkeit und geringer Wiederverwendbarkeit. Der Files&More Explorer (FAME) ist eine offene, skalierbare Datenplattform, die Messdaten, Bilder und zugehörige Metadaten strukturiert speichert und über virtuelle Dateisysteme, Programmierschnittstellen oder grafische Nutzeroberflächen bereitstellt. So werden interoperable, FAIR-orientierte Workflows ermöglicht und insbesondere kleineren Hochschulen, Forschungstransfereinrichtungen und KMU der Einstieg in ein professionelles, nachhaltiges Forschungsdatenmanagement erleichtert.
Ressourcenschonender Umgang mit Forschungsdaten
Digitale Daten haben eine sehr physische Dimension, derer wir uns im Forschungsalltag selten bewusst sind. Für die Erstellung von Daten, den Austausch, ihre Verarbeitung und Speicherung werden nicht wenige natürliche Ressourcen verbraucht - sowohl für die Energiegewinnung als auch für die Herstellung der nötigen Hardware. Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen wie ein Forschungsdatenmanagement aussehen könnte, dass diese Tatsache berücksichtigt.

Come2Data ist ein sächsisches Zentrum, das Forschenden, Verwaltungsmitarbeitenden und der interessierten Öffentlichkeit praxisorientierte Datenkompetenzen vermittelt. Es bündelt bestehende Schulungen und Unterstützungsangebote zu Themen wie Forschungsdatenmanagement, Hochleistungsrechnen und Datenanalyseverfahren, um einen offenen Lern- und Vernetzungsort zu schaffen.
Informationen zur Barrierefreiheit
- Servicethek im Erdgeschoss Montag bis Freitag von 09:00-18:00 Uhr besetzt
- barrierefreies WC im Erdgeschoss
- Aufzug vorhanden
- Orientierungsystem blindFind am Standort
- höhenverstellbare Schreibtische vorhanden