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HÖLLENZEIT - Das Bibliotheksverbot für Victor Klemperer im Japanischen Palais
Lesung und Gespräch mit Renatus Deckert und Katrin Nitzschke

Am 2. Dezember 1938 erfährt der von den Nationalsozialisten aus dem Amt geworfene Romanist Victor Klemperer (1881-1960), dass er "als Jude" die Sächsische Landesbibliothek nicht mehr betreten darf. In seinem berühmt gewordenen Tagebuch berichtet er von seiner "Schach-Mattsetzung" im Japanischen Palais, von fassungslosen Bibliothekaren und von Nadelstichen, die sich anfühlen wie Keulenschläge.
In Lesung und Gespräch am Ort des Geschehens rekonstruieren Renatus Deckert und Katrin Nitzschke die damaligen Ereignisse.
Renatus Deckert lebt als Autor und Herausgeber in Dresden. Regelmäßig liest er aus Victor Klemperers Tagebuch und schreibt Geschichten und Essays wie den über das Bibliotheksverbot für Victor Klemperer: https://steady.page/de/renatus-deckert/posts/10768ea9-cac5-42ce-9d21-634772894d38
Katrin Nitzschke leitete von 1984 bis 2021 das Buchmuseum der SLUB. Sie gab mehrere Bücher über Dresden heraus und ist eine profunde Kennerin der Dresdner Historie und der Sächsischen Landesbibliothek im Japanischen Palais.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kulturbüros Sachsen e.V. mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft (SäBiG).

Veranstaltungsort: Japanisches Palais, "Wohnzimmer", Palaisplatz 11, 01097 Dresden
Eintritt frei, keine Anmeldung nötig