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lounge.affairs #4 | Rudi Meisel. Autorast

Eine Ausstellung der Deutschen Fotothek

SLUB Dresden, Bib-Lounge
6. April bis 16. Oktober 2022
Montag bis Freitag, 10–19 Uhr
Eintritt frei

In der Cafeteria Bib-Lounge der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden ist vom 6. April bis zum 22. Oktober die neueste Ausstellung der Reihe loungeaffairs zu sehen: Autorast 1971 mit Fotografien von Rudi Meisel (*1949).

Rund 50 Jahre ist es her, dass Rudi Meisel auf Rastplätzen an der A 3 südlich von Köln fotografierte, damals noch Student an der Folkwangschule in Essen bei Otto Steinert. Doch in Autorast 1971 ist bereits zu entdecken, was Rudi Meisel als Fotografen bis heute ausmacht: ein Ansatz, der ihn ganz nah an die Menschen herantreten lässt. Offen-interessiert, wahrt er doch beobachtende Distanz und hält fest, was sich im Rückblick nicht nur zu einer Situationsbeschreibung, sondern vielmehr zu einer zeitspezifischen Gesellschaftsstudie verdichtet.

Mit einem Weitwinkelobjektiv gibt Meisel Einblick in das, was Paare, Familien oder Einzelreisende in Unterbrechung ihrer Fahrt tun. Rast bedeutet damals wie heute essen, rauchen, lesen, entspannen und schlafen. Die Mikrogeschichten entstehen über die Definition des Bildausschnitts, über das, was darin in durchdachter Komposition auch formal zusammengeführt wird. So ist der an sich banale Durchgangsort in den Schwarzweißaufnahmen Schauplatz zeitlos anmutender menschlicher Bedürfnisse.

Neu in das Archiv der Fotografen der Fotothek (www.slubdd.de/meisel) aufgenommen, wird das Schaffen Rudi Meisels in loungeaffairs #4 mit Autorast 1971 in einem zum Ort passenden thematischen Fokus vorgestellt.

Schon während seines Studiums arbeitete Rudi Meisel bildjournalistisch für Magazine wie Spiegel, Time oder Stern. 1975 war er mit André Gelpke und Gerd Ludwig Begründer der Fotoagentur VISUM. Seit 1978 war er regelmäßig als Bildjournalist in der DDR, woraus zusammen mit der Journalistin Marlies Menge bis 1989 zahlreiche Reportagen für das ZEITmagazin entstanden. Langjährige Kooperationen verbinden ihn mit dem Grafikdesigner Otl Aicher und dem britischen Architekten Norman Foster. Sein besonderes Interesse gilt dem Ruhrgebiet und der Beobachtung des Straßenalltags in Ost und West.

Zur Ausstellung ist eine Publikation in Form einer Archivbox zum Preis von 10 € erschienen. Eine auf 25 Exemplare limitierte Vorzugsausgabe für 150 € enthält einen signierten S/W-Print von Rudi Meisel im Format 15 x 21 cm. Die Publikation ist zu beziehen über:

www.slubdd.de/autorastpublikation

Künstlergespräch mit Rudi Meisel und Anna Gripp, Zeitschrift Photonews (angefragt). Der Termin wird noch bekannt gegeben.