Erschließen und Erforschen

Die Ausstellung zeigt die wertvolle Sammlung der St. Marienthaler Klosterbibliothek, die erst in den 1990er Jahren bekannt wurde. Seit 2016 werden mittelalterliche Handschriften und Drucke wissenschaftlich beschrieben und online zugänglich gemacht. Ein neues Forschungsprojekt untersucht Verbindungen des Klosters zu anderen Institutionen. Ziel ist es, mehr über die Netzwerke und Handelsbeziehungen des Klosters zu erfahren.

Diese Ausstellung zeigt den hohen kulturellen und wissenschaftlichen Wert der lange verschlossenen St. Marienthaler Klosterbibliothek. Denn selbst Fachleuten wurde die Sammlung erst in den 1990er Jahren bekannt, spätestens nachdem 1997 der Artikel im „Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland“ erschienen war. Im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden 2016 die mittelalterlichen Handschriften und -fragmente am Handschriftenzentrum der Universitätsbibliothek Leipzig ausführlich beschrieben. Die Ergebnisse dieser Erschließung sind online im Handschriftenportal zugänglich – gleich hier vor Ort. Die Handschriftenbeschreibungen enthalten Informationen zu Entstehungsumständen, Inhalten und Besitzgeschichte der einzigartigen Stücke. In einem durch die Carl Friedrich von Siemens Stiftung geförderten Kooperationsprojekt der SLUB und des Handschriftenzentrums der UB Leipzig wird nun begonnen, die Handschriften und Inkunabeln (Drucke bis 1500) tiefer zu erforschen und dabei vor allem die Beziehungen St. Marienthals zu anderen Institutionen und Personen zu beleuchten. Außerdem werden die Drucke des 16. bis 18. Jahrhunderts katalogisiert und Besitzvermerke und Einbände sowie andere Merkmale beschrieben und erfasst. Damit werden wertvolle Daten für die Erforschung der Netzwerke des Klosters zur Verfügung gestellt.

 

Sie wollen mehr über die bereits erarbeiteten Forschungsergebnisse zu den mittelalterlichen Handschriften und Fragmenten erfahren? Dann recherchieren Sie selber doch gerne einmal im Handschriftenportal.