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2026 jährt sich Carl Maria von Webers Todestag (1786–1826) zum 200. Mal. Grund, den Komponisten des berühmten Freischütz, von Oberon und Euryanthe in ein breiteres Licht zu rücken: Als Wegbereiter einer „deutschen Oper“, institutionell und kompositorisch, in Dresden und darüber hinaus.

Weber kam 1817 als Kapellmeister des neu gegründeten „Deutschen Departements“ nach Dresden und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1826. Von Beginn an suchte er Wege, um seine Vorstellung von Oper als „in sich abgeschlossenes Kunstwerk“ zu verwirklichen – zwischen romantischem Aufbruch und Dominanz der italienischen Hofoper, zwischen künstlerischer Vision und politischer Realität. Aber: Was macht die „deutsche“ Oper in Webers Augen eigentlich aus – Sprache, Stoff, Klang oder Publikum? Und warum fanden ausgerechnet Webers eigene Opern, allen voran der Freischütz, nicht in Dresden ihre erste Bühne?