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Digitalisierung und elektronische Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels

Aktueller Stand
Digitale Briefedition A. W. Schlegel

Beschreibung
August Wilhelm Schlegel (1767-1845) ist unter den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren, Kritikern und Gelehrten der Romantik sowohl der vielseitigste als auch der am meisten unterschätzte.
Die Defizite der Erschließung seines Nachlasses seit dem Zweiten Weltkrieg bedingen auch seine Vernachlässigung in der Forschung. Mit der Vervollständigung des in der SLUB Dresden bewahrten Nachlasses im Jahre 1998, dem Aufbau des Dresdner Digitalisierungszentrums und der kooperativen Entwicklung eines Digitalisierungsworkflows auch für Nachlässe und Briefe waren für dieses Projekt an der SLUB Dresden excellente Voraussetzungen für eine Erschließung nach neuesten technischen und editorischen Methoden gegeben.

Das Projekt zielt auf die Verzeichnung, Digitalisierung und Edition aller in Dresden und andernorts liegenden Briefe von und an Schlegel. Im Ergebnis sind nunmehr

  • 2.922 bereits gedruckte Briefe
  • 3.423 Dresdner Schlegel-Autographen
  • Schlegel-Autographe aus 40 weiteren internationalen Institutionen

in der Digitalen Edition recherchierbar.

Auf bisherige Forschungsergebnisse wurde aufgebaut, zugleich die Datenbasis erheblich erweitert. Das Referenzprojekt mit den Komponenten der Nachlasserschließung, der Digitalen Präsentation der handschriftlichen und gedruckten Briefe einschließlich der Bereitstellung der dafür notwendigen Workflows sowie die Neuedition aller Briefe gewährleistet die Anschlussfähigkeit für weitere Editionsprojekte. Es ermöglicht eine Reformulierung des Begriffs "Europäische Romantik", war Schlegel doch mehr als jeder andere deutschsprachige Romantiker lebenslang europaweit vernetzt. Das Vorhaben trägt substantiell zur Geschichte des Wissens im 19. Jahrhundert bei und unterstreicht die Bedeutung des Mediums "Brief" in den sich ausdifferenzierenden geisteswissenschaftlichen Disziplinen.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Neuere deutsche Literatur an der Phillips-Universität Marburg und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren an der Universität Trier durchgeführt.

Der Dresdner Teil ist abgeschlossen. Der Marburger Teil mit der wissenschaftlichen Bearbeitung soll bis 2017 laufen. Auf Grund der positiven Resonanz ist bis Ende September 2014 ein Fortsetzungsantrag geplant, um die Editionals open-source-Tool weiterzuentwickeln.

Laufzeit
2012 - 2014
2015 - 2017

Förderer