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Maya-Handschrift. Codex Dresdensis
Im 13. Jahrhundert entstandene Handschrift der Mayas, der Ureinwohner Mittelamerikas.
Die Handschrift wurde 1739 in Wien für die Dresdner Bibliothek als »Mexicanisches Buch« erworben und erst 1853 als Maya-Handschrift identifiziert.
Sie besteht aus 39 doppelseitig beschriebenen Blättern mit einer Gesamtlänge von 3,56 m und war ursprünglich als Leporello gefaltet. Beschreibstoff ist Amate, ein aus Bastfasern des Feigenbaums durch Weichen und Schlagen gefilztes Material, dessen Oberfläche mit Kreide grundiert wurde.
Der mit Hieroglyphen, Zahlenzeichen und Bildern beschriebene Codex enthält Ritual- und Weissagungskalender, Berechnungen über Sternkonstellationen, Mond- und Sonnenfinsternisse, Wetter- und Erntevoraussagen. Von den insgesamt etwa 750 Zeichen der Maya-Schrift konnten bisher außer den Zahlen, den Zeichen für Zeitangaben und den Namen der Gottheiten nur wenige entziffert werden.
Weitere Informationen zur Maya-Handschrift finden Sie hier.