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Vitrine XII



MusikalieneinbandMusikalieneinbandMusikalieneinbandMusikalieneinbände

Auch die Notenhandschriften erhielten am sächsischen Hof kostbare Einbände. Das Spektrum reichte dabei von einfach gehaltenem dreifachen Rahmen mit Angabe des Inhalts bis hin zum ornamental reich verzierten, vergoldeten und bemalten Einband.

Rechts ist in einem einfachen Kettenrahmen das vergoldete Wappen der Wittelsbacher, für Maria Antonia Walpurgis (1724-1780), die Gemahlin des sächsischen Kurfürsten Friedrich Christian (1722-1763) zu sehen, deren Musikaliensammlung Teil der Königlichen Privatmusikaliensammlung wurde.

Einbände



Carl Maria von Weber:  EuryantheCarl Maria von Weber: Euryanthe

Autographe Partitur.

Als Hofkapellmeister (1817-1826) eine der glanzvollsten Erscheinungen der Dresdner Musikgeschichte, wirkte Weber hier bahnbrechend als Dirigent, Opernorganisator und Opernkomponist. 25 Jahre nach seinem frühen Tod schenkte seine Witwe dem sächsischen König Friedrich August II. vorliegende Reinschrift der »großen heroischromantischen Oper« Euryanthe. Friedrich Wilhelm Jähns, der Pionier der Weber-Forschung, bezeichnete diese Partitur als ein »Autograph von seltenster Schönheit«.

Musikalien


Lieder für die  JugendRobert Schumann: Vier »Lieder für die Jugend«

Autograph.

1849 war das letzte und zugleich fruchtbarste Jahr, das der seit Ende 1844 in Dresden lebende Robert Schumann in der Elbestadt verbrachte. Während des Dresdner Maiaufstandes, an dem er Anteil nahm, ohne selbst auf die Barrikaden zu gehen, arbeitete er intensiv am Liederalbum für die Jugend
opus 79.

Das ausgestellte Notenblatt enthält vier der 29 Lieder im Entwurf, nämlich »Zigeunerliedchen« (Nr. 7 und 8), »Frühlingsbotschaft« (Nr. 3) und auf der Rückseite »Schmetterling« (Nr. 2).

Musikalien



Das Liebesmahl der  ApostelRichard Wagner: Das Liebesmahl der Apostel.
Biblische Szene für Männerstimmen und großes Orchester

Autographe Partitur.

Wagner, von 1842 bis zu seiner Flucht 1849 Hofkapellmeister in Dresden, schrieb dieses eigenartige, für mehrere dialogisierende Chorgruppen (unter späterem Hinzutritt des großen Orchesters) geradezu »stereophon« konzipierte Werk außerhalb seines höfischen Auftrags. Es war für das Allgemeine Männergesangsfest in Dresden 1843 bestimmt und erklang unter Wagners Leitung erstmals am 6. Juli 1843 in der Dresdener Frauenkirche. Als Chöre sollen 1 200 sächsische Sänger gewirkt haben.

Musikalien

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Leiterin Buchmuseum
Katrin Nitzschke
Tel.: +49 351 4677-580
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