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Vitrine III


Réné d'AnjouRéné d'Anjou: Sur les tournois

Französische Pergamenthandschrift.
15. Jahrhundert. Farbige und vergoldete Initialen, 32 Miniaturen.

In seinem 1460 entstandenen Turnierbuch schildert Réné, Herzog von Anjou, Dichter, Maler und Kunstmäzen, den Verlauf eines ritterlichen Turniers von der Herausforderung des Gegners bis zur Übergabe des Siegespreises. Das Dresdner Exemplar ist eines von mehreren erhaltenen illustrierten Prachthandschriften des Werkes.

Handschriften




PetrarqueFrancesco Petrarca: Des remèdes de l’une et l’autre fortune

Französische Pergamenthandschrift.
15. Jahrhundert.

Mit seinem zwischen 1354 und 1366 verfassten Werk »De remediis utriusque fortunae« in Dialogform wollte der italienische Humanist und Dichter Francesco Petrarca (1304 – 1374) seinen zahlreichen Lesern Argumente zur Beherrschung allzu starker Emotionen in Glück und Unglück an die Hand geben.

Die Dresdner Handschrift enthält das erste von zwei Büchern in einer französischen Übersetzung, die Jean Daudin, ein Kanonikus der Sainte-Chapelle in Paris, für König Karl VII. (reg. 1422-1461) anfertigte. Ein Wappen und ein Besitzeintrag weisen Jacques d’Armagnac, Herzog von Nemours (1437-1477), als ersten Besitzer der Handschrift aus. Die Miniaturen wurden mit dem in Paris tätigen Buchmaler Jacques de Besançon in Verbindung gebracht.  

Handschriften


Drei Einbände des 16.  Jahrhunderts aus der  Gründungszeit der kurfürstlichen BibliothekDrei Einbände des
16. Jahrhunderts aus der Gründungszeit der kurfürstlichen Bibliothek

Links steht ein sogenannter Gebrauchseinband mit Schweinsleder über Holzdeckeln aus dem Jahr 1556, dem angenommenen Gründungsjahr der kurfürstlichen Bibliothek. Im Mittelfeld ist ein sächsisches Wappen mit 15 Feldern und den Initialen des Landesherrn, August Herzog zu Sachsen Kurfürst (AHZSK) vergoldet.

In der Mitte ein flexibler Pergamenteinband. Im vergoldeten, doppelten Rahmen sind ein sächsisches Wappen, das Bindejahr (1585) und die Initialen des Landesherrn (AHZSC) aufgenommen.

Rechts ein flexibler Pergamenteinband, der mit Bändern verschlossen ist. Die etwas unsauber in den Rahmen gesetzten Eckplatten mit Bandwerk geben den Blick frei auf ein sächsisches Wappen und das Jahr der Bindung 1595. Auffällig ist der ornamental vergoldete und gepunzte Buchschnitt.

Einbände

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Leiterin Buchmuseum
Katrin Nitzschke
Tel.: +49 351 4677-580
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