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Vitrine II


Gutenber Bibel

Biblia  [B-42; Gutenbergbibel]

Mainz: Johannes Gutenberg, um 1455.
42-zeiliger, 2-spaltiger Druck auf Pergament.

Die zweibändige lateinische Bibel mit dem Text der Vulgata, der Übersetzung des Hieronymus aus dem 4. Jahrhundert, entstand zwischen 1450 und 1500 in der Gemeinschaftswerkstatt von Johannes Gutenberg und Johannes Fust.

Nach einigen vorangegangenen Kleindrucken war sie das erste große Werk der Druckgeschichte.

Gutenberg fertigte 290 verschiedene Buchstaben, Zeichen und Ligaturen nach dem Vorbild der damals zum Abschreiben von Büchern verwendeten Textura, einer gotischen Schrift, für den Druck an. Die farbigen Initialen, Kapitelnummern und Rubriken wurden nach dem Druck von Hand eingefügt.
Es wurden etwa 150 Bibeln auf Papier und ca. 30 auf Pergament gedruckt. Derzeit sind weltweit noch 49 Exemplare nachweisbar, davon acht auf Pergament.

Die ausgestellten Seiten wurden 1819 beim Restaurieren eines Einbandes aus dem 16. Jahrhundert entdeckt und abgelöst.

Drucke


Johannes BalbusJohannes Balbus: Summa, quae vocavit catholicon

Bd. 1. Mainz, 1460.

Das sogenannte Catholicon, ein lateinisches Wörterbuch aus dem späten 13. Jahrhundert, war in zahlreichen Handschriften verbreitet. In der Schlussschrift des Erstdruckes, der 1460 in Mainz erfolgte, nennt sich der Drucker nicht, gibt aber einen Hinweis auf die noch junge Druckkunst: Dieses Buch ist »nicht mit Hilfe des Schreibrohrs, des Griffels oder der Feder, sondern durch das wunderbare Übereinstimmen, die Maßgerechtigkeit und Formeneinheit der Patrizen und Lettern« vollendet worden. Möglicherweise war Johannes Gutenberg an dem Druckvorgang beteiligt.

Drucke

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Leiterin Buchmuseum
Katrin Nitzschke
Tel.: +49 351 4677-580
Fax: +49 351 4677-701
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