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Einbände

    Spätmittelalterlicher Bucheinband mit Schweinsleder über Holzdeckeln undornamentalen Stempelprägungen

    Auffällig sind die zum Schutz des Leders  angebrachten Mittel- und Eckbeschläge, die vertikalen Auflegekanten sowie zwei Schließen.

     

     

     

    Vitrine I


    Bucheinband des 15. Jahrhunderts mit Schweinsleder über Holzdeckeln

    Die zum Schutz des Buchblocks angebrachte Schließe aus Leder und Metall beeinträchtigt die dekorative Wirkung der auf dem Einband sparsam geschnittenen diagonalen Doppellinien.

     

     


    Vitrine I


    Flexibler Bucheinband mit Leder auf Pappe aus der Mitte des
    16. Jahrhunderts

    Die im dreifachen Rahmen vorgenommene Verzierung mit figürlichen und ornamentalen Rollen wird rechts durch eine Überschlagklappe mit Messingschiene verdeckt. Auf dem Einband wurde das Signaturschild eines Vorbesitzers belassen.


    Vitrine I


    Bucheinband des 16. Jahrhunderts mit Schweinsleder über Holzdeckeln

    Neben der sparsamen Verzierung mit ornamentalen und figürlichen Rollen und Einzelstempeln sind das Bindejahr 1536 und die Initialen des vermutlichen Buchbesitzers »BR« erkennbar. Am hinteren Buchdeckel ist ein Buchhaken zum Anbringen z.B. an einem Gürtel befestigt.

     

     

     

    Vitrine I


    Drei Einbände des
    16. Jahrhunderts aus der Gründungszeit der kurfürstlichen Bibliothek

    Links steht ein sogenannter Gebrauchseinband mit Schweinsleder über Holzdeckeln aus dem Jahr 1556, dem angenommenen Gründungsjahr der kurfürstlichen Bibliothek. Im Mittelfeld ist ein sächsisches Wappen mit 15 Feldern und den Initialen des Landesherrn, August Herzog zu Sachsen Kurfürst (AHZSK) vergoldet.

    In der Mitte ein flexibler Pergamenteinband. Im vergoldeten, doppelten Rahmen sind ein sächsisches Wappen, das Bindejahr (1585) und die Initialen des Landesherrn (AHZSC) aufgenommen.

    Rechts ein flexibler Pergamenteinband, der mit Bändern verschlossen ist. Die etwas unsauber in den Rahmen gesetzten Eckplatten mit Bandwerk geben den Blick frei auf ein sächsisches Wappen und das Jahr der Bindung 1595. Auffällig ist der ornamental vergoldete und gepunzte Buchschnitt.

    Vitrine III


    Jakob Krause (1526/27-1585)

    gilt heute als der bedeutendste Renaissance-Buchbinder des deutschsprachigen Raumes. Die zwei vergoldeten Kalbsledereinbände zeigen verschiedene Gestaltungen des 1565 von Kurfürst August (1526-1586) nach Dresden berufenen Meisters.

    Auf dem linken Einband ist im Mittelfeld eines dreifachen Rahmens mit Eckplatten der Landesherr Kurfürst August abgebildet.

    Rechts ist in ebenfalls dreifacher Rahmung mit Eckplatten, umspielt von bogenförmigen Linien, ein sächsisches Wappen mit 15 Feldern mit den Initialen des Kurfürsten geprägt (AHZSK = August Herzog zu Sachsen Kurfürst). Das Wappen ist umrahmt vom Hinweis auf den Inhalt des Bandes, Adam Lonicers Kräuterbuch aus dem Jahr 1573 mit Hinweis auf das Bindejahr 1582.

    Vitrine V


    Das sogenannte Supralibros (auch Superexlibris), das den Bibliotheksbesitzer mit seinem Wappen ausweist, wurde besonders in der Zeit des Barock gepflegt. Hier stehen öffentlicher und privater Buchbesitz nebeneinander.

    Auf der linken Seite sind ein dreiteiliges sächsisch-polnisches Wappen mit der Jahreszahl 1716 vergoldet auf Pergament und ein ebenfalls sächsisch-polnisches Wappen in zwei Medaillons vergoldet auf rot gefärbtem Leder zu sehen.

    Die Einbände rechts werden von den ebenfalls vergoldeten Wappen der Grafen Heinrich von Brühl (1700-1763) (Mitte rechts) und Heinrich von Bünau (1697-1762) (rechts) verziert, deren bedeutende Privatbibliotheken nach dem Tod der beiden Adeligen für die Kurfürstliche Bibliothek angekauft wurden.

    Vitrine X


      
    Musikalieneinbände

    Auch die Notenhandschriften erhielten am sächsischen Hof kostbare Einbände. Das Spektrum reichte dabei von einfach gehaltenem dreifachen Rahmen mit Angabe des Inhalts bis hin zum ornamental reich verzierten, vergoldeten und bemalten Einband.

    Rechts ist in einem einfachen Kettenrahmen das vergoldete Wappen der Wittelsbacher, für Maria Antonia Walpurgis (1724-1780), die Gemahlin des sächsischen Kurfürsten Friedrich Christian (1722-1763) zu sehen, deren Musikaliensammlung Teil der Königlichen Privatmusikaliensammlung wurde.

    Vitrine XII


    Orientalischer Bucheinband

    Über die Jahrhunderte sind verschiedene orientalische Einflüsse im europäischen Bucheinband wirksam geworden: Die Technik des Vergoldens, die vertieften Mittelplatten, die bunte Lackmalerei auf Bucheinbänden, das mandelförmige Mittelstück z.T. mit korrespondierenden Eckstücken. Besonders typisch ist der Überschlag bei flexiblen Einbänden, der so gestaltet ist, dass der Schmuck des Vorderdeckels auf der Klappe wiederholt wird. Dadurch wird beim Darüberlegen der stumpfwinkligen Klappe das Einbandmuster nicht verändert.

    Vitrine VII