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200 Jahre Musikabteilung!

Als im Januar 1816 der Bibliothekar Friedrich Adolf Ebert (1791-1834) begann, Bücher und Materialien zur Musik aus unterschiedlichen fachlichen Rubriken der Königlichen Öffentlichen Bibliothek in eine „Abtheilung“ zusammenzuziehen, legte er den Grundstein für eine der bedeutendsten Musiksammlungen Deutschlands. In den folgenden Jahrzehnten wurde dieser Anfangsbestand durch die Übernahme der königlichen Privat-Musikaliensammlung, der königlichen Hofkirchenbestände und des Opernarchivs aber auch verschiedener sächsischer Kantoreibibliotheken erheblich erweitert. Der Bogen reicht heute von den Annaberger Chorbüchern des 16. Jahrhunderts bis hin zu Nachlässen zeitgenössischer Komponisten.

Die Musikabteilung widmet sich in verschiedenen Projekten der Erschließung und digitalen Präsentation ihrer Sondermaterialien. Sie versorgt ferner Musikinteressierte, Musiker und Musikwissenschaftler mit einem umfangreichen, aktuellen Angebot an Büchern, Noten und audiovisuellen Materialien und individueller Beratung.

Aus Anlass des 200jährigen Jubiläums können Sie die Bestände und Aktivitäten der Abteilung kennenlernen. Seien Sie eingeladen zu Konferenz, Ausstellung, Konzerten, Präsentationen und der Langen Nacht der Wissenschaften. Wir freuen uns auf Sie!

Sammeln – Musizieren – Forschen. Zur Dresdner höfischen Musik des 18. Jahrhundertsnach oben

Konferenz: 21.-23. Januar 2016

Die königlichen Privatmusikalien, von verschiedenen Mitgliedern der Wettinischen Herrscherfamilie zusammengetragen und seit 1896 in der Königlichen Öffentlichen Bibliothek aufbewahrt, spiegeln bis heute Vorlieben der Sammlerpersönlichkeiten ebenso wie kulturelle und dynastische Verbindungen des Hofes.

Als Mittel der Machtdarstellung und Prachtentfaltung nutzte der Dresdner Hof nach der Konversion zum Katholizismus im Jahr 1697 eine opulente musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste, von denen die an der SLUB Dresden aufbewahrten Hofkirchenmusikalien bis heute Zeugnis ablegen.

Die internationale Konferenz „Sammeln - Musizieren - Forschen. Zur Dresdener höfischen Musik des 18. Jahrhunderts“ widmet sich diesen beiden zentralen höfischen Musikbeständen, die derzeit in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt erschlossen und digitalisiert werden. Sie wendet sich bedeutenden Sammlerpersönlichkeiten des Dresdner Hofs zu und erörtert Aspekte des geographischen Quellentransfers sowie Fragen der Repertoireforschung.

Programm

Kammer, Kirche, Kurfürstin – Musik vom Dresdner Hofnach oben

Konzert: 22. Januar 2016, 19.30 Uhr

Musik genießen, Musizieren und Sammeln von Musik gehörten zu den Leidenschaften zahlreicher Mitglieder der Wettinischen Herrscherfamilie. Im Rahmen des Konzert „Kammer, Kirche, Kurfürstin“ werden Werke aus den vormals privaten Musiksammlungen des Herrscherhauses wieder erlebbar.

Programm

Spielfreude und Esprit – Frühe Geigenmusik der Dresdner Hofkapellenach oben

Quellenpräsentation und Konzert: 9. April 2016, 17.30 Uhr und 19 Uhr,
Talleyrand-Zimmer und Vortragssaal SLUB

Ob Walter, Farina, Westhoff oder Furchheim: Der Dresdner Hof schmückte sich im 17. und frühen 18. Jahrhundert mit herausragenden Geigenvirtuosen, die zum Teil einen europaweiten Ruf genossen. Die Werke der kurfürstlichen sächsischen Konzertmeister und Kammermusiker zeugen von deren Spielfreude und Esprit. Überzeugen Sie sich selbst.

Ensemble FürstenMusik, Leitung: Anne Schumann, Sebastian Knebel

Eine Veranstaltung der Dresdner Hofmusik

Eintritt: 16 €, ermäßigt 12 €, www.reservix.de

200 Jahre Musikabteilung! – Lange Nacht der Wissenschaftennach oben

Jubiläumsfest: 10. Juni 2016, 18.00 Uhr

Am 10. Juni 2016 stellt sich die Musikabteilung der SLUB im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften nicht nur mit ihrer Geschichte und aktuellen Projekten vor. Unter anderem wird aus den Beständen der Abteilung musiziert und gemeinsam getanzt. Führungen durch das Tonstudio, das Digitalisierungszentrum, die Musikmagazine geben Einblicke in die Arbeitsbereiche, die mit der Musikabteilung eng zusammenhängen. Besuchen Sie uns, schauen Sie hinter unsere Kulissen und feiern Sie mit uns 200 Jahre Musik in der Bibliothek.

Raffaele Mellace: "Johann Adolf Hasse"nach oben

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion: 29. Juni 2016, 19 Uhr, Vortragssaal SLUB

Wer war Johann Adolf Hasse? Zu Lebzeiten (1699-1783) war er eine europäische Berühmtheit, seine Opern, aber auch seine Kantaten, Kirchenmusikwerke und Oratorien erreichten eine enorme Verbreitung und galten als Muster der jeweiligen Gattungen. Bald nach seinem Tod gerieten Hasse und seine Kompositionen jedoch in Vergessenheit. In der von Raffaele Mellace vorgelegten Biographie wird Hasse erstmals auf umfassende Weise in den Kontext der europäischen Gesellschaft und der wichtigsten musikhistorischen Entwicklungen seiner Zeit gestellt. Am 29. Juni wird die deutsche Übersetzung dieser wichtigen Veröffentlichung von vier Experten diskutiert und präsentiert, zur musikalischen Umrahmung spielt Magnus Andersson aus Lautenintavolierungen von Opernarien Hasses. Während des Abends werden ausgewählte Hasse-Quellen aus dem Bestand der SLUB Dresden präsentiert.

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Raffaele Mellace, PD Dr. Juliane Riepe, Prof. Dr. Gerhard Poppe, Dr. Christina Siegfried

Musikalische Umrahmung durch Magnus Andersson (Laute)

Eintritt frei

Mit Leidenschaft – Schumanns Klaviertrio op. 63 bei der Schumann-Gala des Moritzburg Festivals 2016nach oben

Konzert: 12. August 2016, 19.30 Uhr, Schloss Moritzburg

„Nicht schnell, aber mit Leidenschaft“ überschrieb Robert Schumann im Sommer 1847 die ersten Takte eines neuen Werkes. Ein Klaviertrio sollte es werden, das er am 28. September seiner Frau, der Pianistin Clara Schumann zum Geburtstag schenkte. Die Komposition gilt heute als eines der zentralen Werke aus Schumanns Dresdner Zeit.

Wie Schumann komponierte, Ideen notierte, verwarf, korrigierte oder weiterentwickelte, ist in den Skizzen zum Klaviertrio festgehalten, die die SLUB zu Beginn diesen Jahres erwerben konnte. Erleben Sie das Werk im Rahmen des Moritzburg Festivals und nutzen Sie die Gelegenheit, selbst einen Blick auf Schumanns Arbeitsmanuskript zu werfen.

Eine Veranstaltung des Moritzburg Festivals

800 Jahre Kreuzchor? Fragen an die älteste Musikinstitution Dresdensnach oben

Ausstellung 30. September 2016 bis 22. Februar 2017, Buchmuseum SLUB

Ausstellungseröffnung 29. September 2016, 19 Uhr, Vortragssaal SLUB

Zu den ältesten Kultureinrichtungen Dresdens gehört der Kreuzchor, der seit vielen  Jahrhunderten ein wesentlicher Träger des städtischen Musiklebens ist. Was wissen wir über  seine angeblich 800-jährige Geschichte? Wo und was sang er, unter wessen Leitung und  wem zu Ehren? Die Ausstellung versucht, einige der noch zahlreichen offenen Fragen zu  beantworten.

Eintritt jeweils frei

Musik und Welterfahrung - Konzert, Gespräch und Quellenpräsentation im Rahmen des Heinrich Schütz-Musikfestsnach oben

Gespräch und Präsentation: 12. Oktober 2016, 17 Uhr, Talleyrand-Zimmer

Nachdem Juliane Laake mit ihrem Ensemble am 11. Oktober, 14.30 Uhr und 19.30 Uhr im Palais im Großen Garten eine Auswahl aus dem sogenannten Berliner Gambenbuch vorgestellt haben wird, erzählt die Gambistin am 12. Oktober, 17 Uhr im Talleyrand-Zimmer der SLUB nicht nur von der spannenden Geschichte dieser Sammlung. In einem Gespräch mit Dr. Barbara Wiermann wird sie den Wegen von Musik im 17. Jahrhundert generell nachspüren, Fragen zur Mobilität von musikalischen Ideen, Handschriften, Sammlungen, Gattungen, Musikern und Instrumenten eröffnen und einige Quellen aus dem Bestand der SLUB präsentieren. 

Eintritt frei

Neue Musik im Gespräch nach oben

Konzert: 2. November 2016, 19.30 Uhr, Vortragssaal SLUB

Dass das Sammeln zeitgenössischer Musik auch zu den Aufgaben der Bibliothek gehört, wird häufig übersehen.  In einem Gesprächskonzert werden ausgewählte Kompositionen erklingen, zu denen die Musikabteilung die Autographe aufbewahrt. Lernen Sie eine unserer weniger bekannten Seiten kennen.

Gespielt werden:

Christian Münch - Klavierfigur (Uraufführung); Friedrich Schenker - Monolog für Oboe; Ruth Zechlin - Katharsis; Georg Katzer - Kommen und Gehen

Ensemble El Perro andaluz und Studierende der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden, Leitung: Nicolas Kuhn, Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Gesprächspartner: Georg Katzer

In Kooperation mit der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden

Gefördert von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB e.V.

Eintritt frei

„Aus Dresdner Handschriften“nach oben

Konzert: 25. November 2016, 19.30 Uhr, Vortragssaal SLUB

Dass die Hofkapelle Augusts des Starken und seines Sohnes eines der besten Orchester ihrer Zeit war, belegt nicht nur die Musik, welche die am Hof angestellten Musiker hinterließen. In der Sächsischen Landesbibliothek wird eine Fülle von Instrumentalmusik der bekanntesten Komponisten ihrer Zeit verwahrt, die diese teils an den Dresdner Hof lieferten oder die Dresdner Musiker wie Johann Georg Pisendel wohl andernorts hörten und für den Dresdner Gebrauch kopierten. Darunter befinden sich Namen wie Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel, aber auch heute unbekanntere Komponisten wie Melchior Hoffmann, der das Leipziger Collegium Musicum leitete, oder Johann Pfeiffer. Die Musiker der Dresdner Kapelle waren allesamt Virtuosen auf ihren Instrumenten. Neben Solokonzerten mit Orchesterbegleitung war und ist die Kammermusik vor erlesenem Publikum eine geschätzte Herausforderung für jeden Orchestermusiker. Daß auch diese im Dresden des 18. Jahrhunderts gepflegt wurde, möchte unser Konzert schlaglichtartig aufzeigen. Dabei mag deutlich werden, dass die Kammermusik in Dresden ein durchaus eigenes, durch den konzertant-virtuosen Orchesterstil beeinflusstes Gepräge hatte. Die Repertoireerweiterung durch Komponisten anderer Musikzentren zeigt die Weltoffenheit der Kapelle in dieser Zeit, die Dresdens herausragenden Rang als Musikstadt auch im Bereich der Kammermusik festigte.

Solisten des Dresdner Barockorchesters: Ulrike Titze (Violine), Guido Titze (Oboe), Adrian Rovatkay (Fagott), Jan Katzschke (Cembalo)

Eintritt frei

Adventskonzertnach oben

14. Dezember 2016, 19 Uhr, Vortragssaal SLUB

Chormusik mit Kompositionen der Dresdner Kreuzkantoren Gottfried August Homilius, Michael Lohr, Theodor Christlieb Reinhold, Christian Ehregott Weinlig, Samuel Rüling, Rudolf Mauersberger , Ernst Julius Otto und Friedrich Oskar Wermann

Eintritt frei

So erreichen Sie unsnach oben

Tel.: +49 351 4677-504

Fax: +49 351 4677-732

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Veranstaltungen im Überblicknach oben

Sammeln - Musizieren - Forschen. Zur Dresdner höfischen Musik des 18. Jahrhunderts. Konferenz: 21.–23. Januar 2016, Vortragssaal SLUB


Kammer, Kirche, Kurfürstin - Musik vom Dresdner Hof. Konzert: 22. Januar 2016, 19.30 Uhr, Vortragssaal SLUB

Spielfreude und Esprit – Frühe Geigenmusik der Dresdner Hofkapelle. Quellenpräsentation und Konzert: 10. Mai 2016, 17.30 Uhr und 19.00 Uhr, Talleyrand-Zimmer und Vortragssaal SLUB

200 Jahre Musikabteilung! - Lange Nacht der Wissenschaften. 10. Juni 2016, 18 Uhr, Foyer und Vortragssaal SLUB

Raffaele Mellace: "Johann Adolf Hasse". Buchpräsentation und Podiumsdiskussion: 29. Juni 2016, 19 Uhr, Vortragssaal SLUB

Mit Leidenschaft - Schumanns Klaviertrio op. 63 bei der Schumann-Gala des Moritzburg Festivals 2016. Konzert: 12. August 2016, 19.30 Uhr, Schloss Moritzburg

800 Jahre Kreuzchor? Fragen an die älteste Musikinstitution Dresdens. Ausstellung: 30. September 2016 bis 22. Februar 2017.
Ausstellungseröffnung: 29. September 2016, 19 Uhr, Vortragssaal SLUB

Musik und Welterfahrung - Konzert, Gespräch und Quellenpräsentation im Rahmen des Heinrich Schütz-Musikfests. Gespräch und Präsentation: 12. Oktober 2016, 17 Uhr, Vortragssaal SLUB

Neue Musik im Gespräch. Konzert: 02. November 2016, 19.30 Uhr, Vortragssaal SLUB

"Aus Dresdner Handschriften". Konzert: 25. November 2016, 19.30 Uhr, Vortragssaal SLUB


Adventskonzert
. 14. Dezember 2016, 19 Uhr, Vortragssaal SLUB