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Stammbücher

Stammbücher, die Vorgänger der modernen Poesie-Alben, kamen in der Mitte des 16. Jahrhunderts im studentischen Milieu auf und verbreiteten sich später in Adelskreisen und im Bildungsbürgertum. Der umfangreiche Stammbuchbestand der SLUB umfasst aktuell rund 350 Stücke mit Entstehungszeiten zwischen dem 16. und dem 20. Jh. Die vielfältigen Facetten der Stammbuchkultur sind darin in inhaltlicher, formaler und soziologischer Art breit vertreten. Somit kommt dem Dresdner Bestand ein ausgesprochen repräsentativer Charakter zu.

Aus der beachtlichen Zahl singulärer Spitzenstücke sind jene mit Eintragungen, Illustrationen und Beigaben bedeutender Persönlichkeiten hervorzuheben (u. a. Carl Gustav Carus, Joseph v. Eichendorff, August Hermann Francke, Johann Wolfgang Goethe, Anton Graff, Friedrich Kind, Gottfried Wilhelm Leibnitz, Philipp Melanchthon, Novalis, Martin Opitz, Heinrich Schütz, Philipp Jacob Spener, Friedrich Wieck).

Digitalisierte Stammbücher

Verzeichnung

Im Portal Kalliope (Sucheinstieg „Autographen“, Titelstichwort  „Stammbuch“ und besitzende Institution „SLUB“) sind sämtliche Stammbücher im Bestand der SLUB verzeichnet. Auskünfte werden auf Anfrage gerne erteilt.

Im internationalen Stammbuchverzeichnis Repertorium Alborum Amicorum (RAA) sind derzeit 317 Stammbücher aus dem Bestand der SLUB nachgewiesen.

Literatur

Perk Loesch: Der Freundschaft Denkmal : Stammbücher und Poesiealben aus fünf Jahrhunderten im Bestand der SLUB Dresden, 2003.