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Handschriften

    

Die Handschriftensammlung der SLUB umfasst Manuskripte vom Mittelalter bis zur Gegenwart in rund 15.000 Bänden, Rollen, Mappen und Kapseln.

Den Schwerpunkt bilden Handschriften des 16. bis 19. Jahrhunderts. Stark vertreten sind Saxonica in Form von Chroniken, Kollektaneen zur Regionalgeschichte, Werkmanuskripten, biographischen und genealogischen Niederschriften, Schrifttum des sächsischen Hofes und Adels sowie Briefsammlungen.

Zur Handschriftensammlung gehören rund 500 schriftliche Nachlässe und rund 200 Sammlungen von und zu Künstlern, Wissenschaftlern, Literaten und Musikern aus dem 16. bis 20. Jahrhundert mit Bezug zu Sachsen und Dresden, darunter Karl August Böttiger, Karl Christian Friedrich Krause, August Wilhelm Schlegel und die Familie Schnorr von Carolsfeld.

Darin enthalten, einzeln erworben oder in Druckschriften zu finden sind rund 360.000 Autographen.

Besonders wertvolle Sonderbestände bilden rund 700 mittelalterliche abendländische Handschriften, rund 1.000 orientalische Handschriften und rund 350 Stammbücher.

 Handschriften in den Digitalen Sammlungen:

Wertvolle Sonderbestände

Herausragende Einzelstücke

  • Mayahandschrift (Codex Dresdensis) – 13. Jh.
    Eine von weltweit nur drei (Paris, Madrid, Dresden) nachweisbaren Handschriften der Ureinwohner Mittelamerikas, der Maya. 
  • Sachsenspiegel – 14. Jh.
    Die umfangreichste und künstlerisch wertvollste der vier Bilderhandschriften des mittelalterlichen deutschen Rechtsbuches.
  • Machsor mecholl haschana – 13. Jh.
    Ein illustriertes hebräisches Gebetbuch für die Gottesdienste an Sabbaten vor den großen jüdischen Feiertagen. 
  • Codex Boernerianus – 9. Jh.
    Eine im Kloster St. Gallen entstandene Abschrift der Paulusbriefe aus dem Neuen Testament
    in griechischer Sprache mit lateinischer Wort-für-Wort-Übertragung zwischen den Zeilen.
    Digitalisat des Faksimiles aus dem Jahr 1909
  • Dresdner Corvinen - 15. Jh.
    Die SLUB besitzt zwei Handschriften aus der bedeutenden Büchersammlung des ungarischen Königs Matthias Corvinus (reg. 1458-1490). Die Corvinen gehören seit 2005 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
  • Kitab-i Dedem-Korkut - 16. Jh.
    Der einzige vollständig erhaltene Textzeuge des Nationalepos des turksprachigen Nomadenvolkes der Oghusen, der Vorfahren von Türken, Aserbaidschanern und Turkmenen.
  • Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg - 11. Jh.
    Das insbesondere für die Geschichte Mitteldeutschlands bedeutende Werk berichtet von Ereignissen der Zeit zwischen 908 und 1018. Die 1945 schwerst beschädigte Dresdner Handschrift wurde zwischen 1012 und 1018 teilweise eigenhändig von Thietmar geschrieben.
    Digitale Edition 

    Digitalisat des Faksimiles aus dem  Jahr 1905
  • Martin Luthers Psalmenkommentar – 16. Jh.
    Das 1513-1515 entstandene Manuskript zur ersten Vorlesung Martin Luthers als Professor der Theologie in Wittenberg ist eines der umfangreichsten Autographe von Luthers Hand. Seit Oktober 2015 zählt es zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.