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Lichtbildverlag Franz Stoedner

Der Kunsthistoriker und Fotograf Dr. Franz Stoedtner (1870-1944) war Inhaber des 1895 gegründeten Berliner "Instituts für wissenschaftliche Projection", das deutsche Bildungseinrichtungen über Jahrzehnte mit Lichtbildreihen versorgte.
Stoedtner war Schüler Hermann Grimms, Ordinarius für Kunstgeschichte an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, der als erster Diapositive in seinen Lehrveranstaltungen einsetzte.
Der Schwerpunkt des Lichtbildverlages, der mit rund 200.000 Negativen zu den größten kulturhistorischen Bildarchiven in Deutschland gehörte, ist die Kunstgeschichte. Daneben finden sich umfangreiche Serien zu "Deutschlands Ringen nach Weltgeltung", zu "Völkertypen", zu Ingenieursbauten", zu "Reisen des Norddeutschen Lloyd", zur "Geschmacks-Kunde", zum "Leben in den Athos-Klöstern", zu "Fliegenden Menschen" und vielfältigen weiteren Themen der Kulturgeschite.
Nach 1945 wurde das Archiv als "Lichtbildverlag Dr. Franz Stoedtner" von Heinz Klemm in Düsseldorf fortgeführt. Der größere, die Geschichte der Kunst umfassende Teil der Sammlung befindet sich heute im Bildarchiv Foto Marburg.

Ein rund 20.000 zwischen 1895 und 1940 angefertigte Glasnegative umfassendes Konvolut zur Geschichte der Technik sowie zur Wirtschaftsgeographie konnte 2006 von der Deutschen Fotothek erworben werden.
In der Bilddatenbank publiziert sind rund 12.000 Aufnahmen, die vom "Institut für wissenschaftliche Projection" in den rechts gelisteten Musteralben vertrieben wurden.
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Literatur:
Dr. Franz Stoedtner zum 70. Geburtstag, in: 45 Jahre deutsche Lichtbildanstalt, Berlin 1940.

© SLUB/Deutsche Fotothek 2007