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Stenografische Sammlung

Freihandbereich


Bestände

Die Stenografische Sammlung repräsentiert mit circa 52.000 Medien (darunter fremdsprachige Literatur in 52 Sprachen) die 2.000jährige Geschichte der Stenografie und gilt als weltweit bedeutendste Fachbibliothek ihrer Art. Ihre Geschichte ist eng verbunden mit der Entwicklung der Parlamentsstenografie in Sachsen.

Die Sammlung umfasst folgende Bestandsgruppen:

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Benutzung

Im Freihandbereich Stenografie (Ebene -2) stehen täglich von 8 bis 24 Uhr eine Auswahl von circa 4.500 Bänden sowie alle laufend bezogenen Zeitschriften zur Verfügung.

Der überwiegende Teil der Bestände ist magaziniert und kann per E-Mail oder Fernleihe bestellt werden, außerdem persönlich oder telefonisch (+49 351 4677-542)  zu folgenden Öffnungszeiten:
Montag - Mittwoch und Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 19:00 Uhr
samstags geschlossen.

Die Bereitstellung seltener und wertvoller Medien erfolgt im Lesesaal Sammlungen.


Kataloge

Neuerscheinungen ab 1993 und Zeitschriften sind im SLUB-Katalog zu recherchieren und zu bestellen. Die sachliche Recherche erfolgt durch Eingabe der gewünschten Fachgruppe der Stenosystematik im Index „Regalstandort“ (Großbuchstabe Leerzeichen Kleinbuchstabe*).

Es gibt bis heute Altbestände, die lediglich im Verfasser- bzw. Anonyma-Katalog (digitalisierte Zettelkataloge) zu finden sind. An der Konversion der Kataloge in elektronische Form wird intensiv gearbeitet.

Ergänzend sind Spezial-Kataloge zur Auskunft vorhanden (biographische Nachweise, Zeitschriftenaufsätze, Handschriften).


Reproduktionen

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Historische Protokolle des Sächsischen Landtages

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Stenografische Quellen der SLUB Dresden digital

Albrecht, Karl: Ziel und Aufgabe des stenographischen Unterrichts
Hamburg, 1890.

Der Leipziger Sprachlehrer Dr. Karl Albrecht (1823-1904) erwarb sich große Verdienste um den Stenografie-Unterricht. Er verwandte eine neue Lehrweise, die vielen späteren Lehrbuchverfassern als Vorbild diente. Grundlage ist die kalkulierende oder analytische Methode Johann Ahns (1796-1865), die den Lehrstoff der Aufnahmefähigkeit des jeweiligen Schülerkreises angepasst, methodisch geordnet in Einzelabschnitte teilt.

Digitale Fassung


Albrecht, Karl: Stenographisch-pädagogische Streitfragen
Leipzig, 1856.

In dieser Schrift widmet sich Dr. Karl Albrecht neben pädagogischen Fragen des Kurzschriftunterrichts auch der damals noch wenig entwickelten Systemtheorie.
Eine Vielzahl seiner Hinweise in Bezug auf Klarheit, genaue Fassung und Vollständigkeit des Regelwerkes zur Gabelsbergerschen Stenografie wurde 1857 bei der Herausgabe der sogenannten „Dresdner Beschlüsse“ berücksichtigt.

Digitale Fassung


Gabelsberger, Franz Xaver: Der stenographische Repetitor oder Zusammenstellung aller wesentlichen auf einfache und zusammengesetzte Buchstaben gestützten Kürzungen …
München, 1848.

Das einzig erhaltene, von F. X. Gabelsberger selbst geschriebene Exemplar eines alphabetisch geordneten Kürzungsverzeichnisses informiert über die Regeln und Vorteile der Kürzungslehre. Es wurde vom Autor 1848 an das damalige „Königliche Stenographische Institut Dresden“ gesandt.

Digitale Fassung


Scheel, Wilhelm: Kurzer Lehrgang der Debattenschrift nach Gabelsbergers System
Leipzig, 1891.

Der Lehrer, Stenograf und Schriftsteller Wilhelm Scheel (1854-1915) aus Neumünster veröffentlichte 1888 den 1. Teil seines Lehrbuches zur Stenographie nach Gabelsbergers System mit dem Titel „Schul- und Korrespondenzschrift“. In der vorrliegenden 2. Stufe „Debattenschrift“ vertritt der Autor die Auffassung, dass man eine Schreibgeschwindigkeit von mindestens 100 bis 120 Silben pro Minute erreicht haben muss, bevor man sich mit der hier beschriebenen Satzkürzungslehre befasst. 

Digitale Fassung


Schramm, Albert: Deutsche Sagen
Blaubeuren, 1897.

Der Buchkundler, Stenograf und Schriftwissenschaftler Albert Schramm (1880-1937) arbeitete von 1904 bis 1913 beim Stenographischen Landesamt Dresden, später als Direktor des „Deutschen Buchgewerbe- und Schriftmuseums Leipzig“. Er veröffentlichte Schriften zur Geschichte der Stenografie,  zur Gabelsbergerschen Stenografie, zur Reichskurzschrift und zu Esperanto. Die Auswahl deutscher Sagen stellte er während seiner Studienzeit zusammen und übertrug sie später in Gabelsbergersche Stenografie.

Digitale Fassung Band 1 | Band 2


Zusammenstellung der von dem Königlichen Stenographischen Institut zu Dresden bei der Revision des Gabelsbergerschen Systems gefassten Beschlüsse
Dresden, 1857.

Die sogenannten „Dresdner Beschlüsse“ von 1857 bildeten die Grundlage der Gabelsbergerschen Stenografie für die Zeit von 1857 bis 1902. Sie wurden von 1854 bis 1857 von Mitarbeitern des Dresdner Stenographischen Landesamtes nach Prüfung der verschiedensten Schreibweisen und Durchsicht des gesamten Lehrgebäudes zusammengetragen (3.677 Beschlüsse über Schreibweisen und Schreibregeln) und nach Zustimmung durch die bayerischen und österreichischen Vertreter zur 2. Allgemeinen Stenographenversammlung zu Dresden angenommen.

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Dutertre, B.: L’Art De Recueillir La Parole, Ou La Sténographie Mise A la portée de tout le monde
Paris, 1829.

B. Dutertre (und vermutlich L. F. R. Fayet) veröffentlichten erstmalig 1828 ein Stenografie-System, von dem sie behaupteten, es sei den besten englischen Autoren nachgebildet. Es drückt die Vokale durch verschiedene Stellung der Konsonantenzeichen aus.

Digitale Fassung


Eitner, A.: Die Hauptregeln des Gabelsbergerschen Stenographie-Systems zum Gebrauch in Wiederholungskursen und als Nachschlagebuch für Anfänger

1898 wurde die Einführung des Kurzschriftunterrichtes in den Kapitulantenschulen des deutschen Heeres angeordnet. Der Feldwebel und Stenografielehrer A. Eitner aus Köln-Deutz verfasste als Nachschlagewerk für Schüler und Lehrer eine übersichtliche Zusammenstellung der wichtigsten Grundregeln zum System Gabelsberger.

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Folkingham, William u. Alexander Tremaine Wright: Brachygraphie, Post.-Writt. or The Art of Short-writing
London, 1898.

Der englische Postmeister William Folkingham entwickelte 1620 eine eigene Stenografie, die noch den altgeometrischen Kurzschriften zuzuordnen ist, aber schon Teilzüge der gewöhnlichen Schrift mit Ober- und Unterlängen verwendete. Der Reprint von 1898 enthält seine Ausführungen dazu sowie einen Aufsatz von Alexander Tremaine Wright über Folkinghams Arbeit.

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Kessler, Johann Wilhelm: Vollständiges Lehrbuch der Schreibkunst, mit besonderer Anleitung zum Schön- und Geschwindschreiben
Heilbronn, Rothenburg 1810.

Grundlage der kursiven Stenografie ist die deutsche und lateinische Schreibschrift. Diese Schriftformen beeinflussten die äußere Gestaltung der Kursivstenografie. Deshalb wurden Werke zur Kalligraphie in den Bestand der Stenografischen Sammlung aufgenommen.

Digitale Fassung



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Stenografische Quellen anderer Institutionen digital

Bestände der Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung in Bayreuth e. V.

Bestände der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

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Links

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Stenografische Institutionen und Verbände

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