Grafiksammlung
Bestände
Die Grafiksammlung umfasst derzeit rund 1.300 originalgraphische Künstlerbücher und Grafikmappen sowie rund 300 originalgraphische Zeitschriftenhefte.
Dass diese Sammlung im Jahre 1986, mit damals knapp 100 Bestandseinheiten, aus der Rara-Sammlung ausgegliedert wurde, hatte zwei Gründe: zum einen sollten die großformatigen Grafikmappen in speziellen Grafik-Schränken außerhalb der Rara-Sammlung fachgerechter untergebracht werden, zum anderen sollten bei dieser Gelegenheit alle ideologisch fragwürdigen Objekte, und dazu gehörte alles, was ohne offizielle Druckzensur im Eigenauftrag der Künstler entstanden war, von der Rara-Sammlung getrennt aufgestellt werden.
1986 - 1990 boten immer mehr ostdeutsche Künstler ihre inoffiziell entstandenen originalgrafischen Bücher selbst der Bibliothek zum Kauf an. Auf diese Weise entstand eine einzigartige, abgeschlossene Sammlung experimenteller Kunstwerke, die einen eindrucksvollen Überblick der inoffiziellen DDR-Kunstszene vermittelt, s. auch http://www.deutschefotothek.de/?ARCHIV_KUENSTLERZEITSCHRIFTEN. Seit 1990 wurden exemplarisch auch ausländische Künstlerbücher erworben. So verfügt die Grafiksammlung heute u.a. über eine interessante Kollektion französischer und russischer Buchexperimente.
Blatt 2 aus:
Leiberg, Helge: Bink-Bink : 25 Grafiken zu Jazz & Dance. Dresden 1980.
Offsettlithographie.
Kataloge
Alle Werke der Grafiksammlung sind im SLUB-Katalog und damit auch im Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) nachgewiesen, die Zeitschriften zusätzlich in der Zeitschriftendatenbank (ZDB).
Benutzung
Künstlerbücher und Grafikmappen werden ausschließlich für die Präsenznutzung im Lesesaal Sammlungen (Ebene -1) bereitgestellt. Infolge der beschränkten Anzahl der Leseplätze kann ein Arbeitsplatz nur nach Voranmeldung zugesichert werden. Originalgrafische Zeitschriften werden aus konservatorischen Gründen in der Regel nicht ausgeliehen, da sie digital zur Verfügung stehen.
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