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SLUB Exhibitions

Weltuntergang 2012?to top

Der Dresdner Maya-Codex und seine Entzifferung

Maya Codex, Bild HimmelsdrachenEs existieren nur noch drei Handschriften der Mayas weltweit und nur eine davon kann man im Original betrachten - in der Schatzkammer des Dresdner Buchmuseums. Die Sonderausstellung widmet sich der berühmten Handschrift, die 2012 im Brennpunkt des Interesses stehen wird. Seit der Ankunft in Dresden 1740 ist das Manuskript ein Besuchermagnet, Forschungsgegenstand und Vorlage für viele Veröffentlichungen. Der Besucher kann sich davon anhand zahlreicher Dokumente überzeugen, die zum großen Teil erstmals gezeigt werden. Gleichzeitig wird der Entzifferung des Codex Dresdensis nachgegangen und damit auch dem Kalendarium, das Wissenschaftler bis heute in Atem hält, aber auch Spekulationen über ein bevorstehendes Weltende hervorruft, die sich um den 21.12.2012 drehen.

Bereits heute ist der Maya-Codex weltweit abrufbar unter dem folgenden Link.

24. Februar - 24. Mai 2012
Zentralbibliothek, Buchmuseum
Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 18:00 Uhr

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
25. April, 9. Mai jeweils 17:00 Uhr

Der Eintritt und die öffentlichen Führungen sind kostenfrei.
Sonder- oder Gruppenführungen bitte anmelden unter: tour@slub-dresden.de

Kostbarkeiten aus dem Bestand der SLUBto top

Tür zur Schatzkammer der SLUBNeben der berühmten Maya-Handschrift befinden sich in der Schatzkammer einzigartige Handschriften, Wiegendrucke sowie Autographe berühmter Persönlichkeiten.

Dauerausstellung in der Schatzkammer

Zentralbibliothek, Schatzkammer im Buchmuseum
Öffnungszeiten: Montag – Sonntag    10:00 – 18:00

 

 

 

 

Ein Funken Wahrheitto top

Energievisionen in der technokratischen Hochmoderne

Zukunftsvorstellungen, die im Kern auf Technik Bezug nehmen, sind ein wichtiges Medium gesellschaftlicher Technikdiskurse. Technische Visionen und Utopien knüpfen an zeitgenössische Leitbilder an, denn sie tragen spezifische Heilserwartungen, Verheißungen und Vorstellungswelten der jeweiligen Gegenwart in sich. Aus kollektiven Zukunftsvorstellungen mag man wenig über spätere Wirklichkeiten erfahren, dafür kann man viel über vergangene Gesellschaften lernen. Die Geschichte der westlichen Industrienationen und Konsumgesellschaften ist untrennbar mit der Geschichte ihres Energieverbrauchs verbunden. Lange Abschnitte des 20. Jahrhunderts waren vom Glauben an Modernisierung und technischen Fortschritt geprägt. Das wiederum erforderte eine stetige Mobilisierung von Energien. Die Erschließung natürlicher Ressourcen erschien nicht nur als Motor der Zukunft, sondern wurde zum Symbol des Fortschritts selbst. Daran geknüpft waren vielfältige Visionen: Wissenschaftler und Literaten träumten von unerschöpflichen Energiequellen, Ingenieure planten utopisch anmutende Großprojekte. Auch die Verheißungen der Elektrifizierung oder die Möglichkeiten der Kleinmotorisierung evozierten Hoffnungsüberschüsse, die kaum je realisiert werden konnten.

Die studentische Ausstellung Ein Funken Wahrheit – Energievisionen in der technokratischen Hochmoderne wirft Schlaglichter auf den hochmodernen Energiehunger und auf visionäre Vorschläge, wie er zu stillen sei. Ausgehend von der Ausbreitung des elektrischen Stroms und der sich nicht erst seit den 1970er Jahren durchsetzenden Einsicht in die Notwendigkeit des Energiesparens, werden Mega-Planungen zur Sicherstellung einer dauerhaften energetischen Basis inspiziert. Grenzenlose Hoffnungen verbanden sich einst mit der Atom- und verbinden sich bis heute mit der Fusionsenergie. Die Suche nach dem Perpetuum Mobile, der Traum von Energiegewinnung aus dem Nichts, ist dagegen älter als die Hochmoderne. Er wird weiter geträumt von den Propagandisten der Freien Energie. Diese Szene beschäftigt sich auch mit Fragen der Energetisierung des menschlichen Körpers, die einen zweiten Schwerpunkt der Ausstellung bilden: Spannungen werden an Körper angelegt, elektrische Geräte lösen Verspannungen.

Strahlungsenergie soll menschliche Energie freisetzen, Energiebedarf muss durch die Zufuhr von Kalorien sichergestellt werden. Der geneigte Besucher mag trotz dieses überschäumenden utopischen Elans in den präsentierten Zukunftsentwürfen einen Funken Wahrheit entdecken.

Ab 17. Juni 2011

Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 17
Öffnungszeiten: Montag – Samstag    09:00 – 20:00

Ansprechpartnerinto top

Leiterin Buchmuseum
Katrin Nitzschke
Tel.: +49 351 4677-580
Fax: +49 351 4677-701
E-Mail: Buchmuseum@slub-dresden.de